Mission der besonderen Art
I. «Das klingt jetzt wie im Dom-Konzert. Man hört Sie gut. Sie können viel weniger geben.» Musikalische Feinjustierung für die Rheintöchter. In neuer akustischer Umgebung müssen sie das Schwimmen erst wieder lernen. Der Bademeister ist derselbe wie zu Hause: Philippe Auguin, Nürnbergs langjähriger Generalmusikdirektor. Aber sonst läuft alles anders bei dieser «Rheingold»-Probe in Pekings Poly-Theatre. Statt über eine Staffel von Gazeschleiern wogt der Rhein nun auf Dia-Projektionen.
Eine Unterbühne gibt es nicht, so dass die goldenen Riesenbuchstaben, mit denen Alberich sein Nibelheim dekoriert, nicht in der Versenkung verschwinden, sondern seitlich herausgeschoben werden müssen. Neues Timing also für Götter, Riesen und Zwerge. Auf der Bühne zieht es gewaltig, so dass der halbnackten Freia nicht nur Fasolt und Fafner drohen, sondern auch eine Erkältung. Im Orchester friert man ebenfalls und hat noch den Jetlag in den Knochen. Vor allem: Die Sitzordnung musste dem schmalen Orchestergraben angepasst werden. Die Harfenistin sitzt jetzt mitten im Hörnerschwall. Die Kontrabässe sind rechts neben dem Dirigenten postiert. Man hört wenig voneinander. Morgen schon soll Walhall in ...
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In Esterháza hat Joseph Haydn vor mehr...
Drei «historische» Aufführungen der «Forza» sind derzeit auf DVD erhältlich: der im Bild unzumutbare Mitschnitt vom 15. März 1958 aus Neapel mit Renata Tebaldi, Ettore Bastianini und Franco Corelli (Hardy Classics Video), die Aufzeichnung der Urfassung aus Petersburg unter Valery Gergiev von 1995 in den Bühnenbildern der Uraufführung (Kinowelt), und jetzt bei...
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