«Ich habe singen gelernt, um Schauspielerin zu werden.»
Frau Valayre, bevor Sie Sängerin geworden sind, haben Sie Anglo-Amerikanisitk studiert und an einer Dissertation über die amerikanische Filmkomödie gearbeitet. Haben Sie die fertiggestellt?
Ja, sicher. 250 Seiten! Über den Einfluss der amerikanischen Leinwandheldinnen auf die amerikanischen Frauen zwischen 1930 und 1955.
Also Schauspielerinnen wie Katharine Hepburn.
Ja, sie ist einer meiner Lieblinge.
Joan Crawford, Rosalind Russell…
Ja, natürlich, die auch.
Und wie ist dann der Schritt zum Theater erfolgt?
Schon mit vier Jahren habe ich im Fernsehen die Live-Übertragungen aus der Comédie Française gesehen. Meine Eltern haben im Theater gearbeitet, mein Vater war Inspizient, meine Mutter Tänzerin. Ich bin also ein Theaterkind und wollte immer eine große Tragödin werden. Als ich vierzehn war, hat mir meine Mutter gesagt: Du kannst nicht Tragödie spielen, wenn du wie ein Hafenarbeiter läufst (sie spielt ihren damaligen Gang vor), du musst Ballettunterricht nehmen. Okay, habe ich gesagt, aber du kommst mit. Zwei Jahre lang hat sie mich begleitet, ich habe klassischen und modernen Tanz gelernt.
Und die Idee mit dem Singen kam später?
Viel später, denn ich wollte immer Schauspielerin sein. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der viel gerühmte Wiener Mozart-Stil der Nachkriegszeit wurde wesentlich von der Arbeit des Dirigenten Josef Krips geprägt, einem uneitlen, sensiblen Musiker, der beim Probieren zugleich ein Präzisionsfanatiker war. Dass er nur zwei Mozart-Opern, «Die Entführung aus dem Serail» und «Don Giovanni», auf Schallplatten einspielen konnte, ist zu bedauern. Desto mehr...
Ein Blick genügt, das Drama zu schauen. Wo gewöhnlich Fauteuils sich befanden, teure Teppiche, kristallene Leuchter, schmucke Vasen und imposante Spiegel, da steht jetzt, im Deutschen Theater Berlin, vor geschlossenem rotem Vorhang, nicht mehr als ein braunlederner Dreiteiler auf einer Spielfläche von höchstens neun Quadratmetern. Nichts ist übrig geblieben vom...
Große Stimmen und prunkvolle Ausstattung haben an der Met Tradition. Die Neuproduktion von Puccinis «Il trittico», die zehnte der dreißig (meist unbedeutenden) Uraufführungen an dem New Yorker Haus, stellt alles bislang Dagewesene in den Schatten – selbst Zeffirellis pompöse «Turandot». Der erstmals vom Broadway an die Met engagierte Designer Douglas W. Schmidt hat...
