«Lieber nicht»
Herr Pisaroni, Ihre Popularität in Deutschland ist nicht so hoch wie die von Ildebrando d’Arcangelo oder Erwin Schrott. Braucht man immer noch CDs, um berühmt zu werden?
Sieht fast so aus. Jonas Kaufmann hat mir einmal gesagt: «Mich gibt es doch schon so viele Jahre! Jetzt plötzlich erst geht es los.» Das lag an seinen CDs, mit denen er spät angefangen hat. Dass ich in Deutschland wenig bekannt bin, liegt auch daran, dass ich dort kaum aufgetreten bin. Nur in Wuppertal, als ich anfing, in Baden-Baden und an der Bayerischen Staatsoper. Hat aber nicht viel geändert.
Muss besser werden.
Warum forcieren Sie nicht Ihre CD-Aktivitäten?
Ehrlich gesagt, halte ich CDs für eine zu teure Form, um eine Visitenkarte abzugeben. Das gilt auch für DVDs. Es ist aber auch eine Frage des Repertoires.
Worin besteht Ihr Repertoire-Problem?
Ich bin Mozart-Sänger, finde aber, dass es schon genug Mozart-CDs auf dem Markt gibt. Figaro und Leporello habe ich auf DVD gesungen, worauf ich stolz bin. Aber mich nervt unsagbar das immer gleiche Opern-Repertoire. Zuerst nimmt man eine Händel-CD auf. Dann kommt Mozart. Ich habe überhaupt keine Lust dazu.
Was würden Sie lieber tun?
Ich möchte mit einer Lieder-CD ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt August 2013
Rubrik: Interview, Seite 38
von Kai Luehrs-Kaiser
Off-Grand» lautet der programmatische Name der neuen Reihe, mit der die Los Angeles Opera Zuschauerkreise ansprechen möchte, die sich für Werke jenseits des Mainstream-Repertoires interessieren. Eröffnet wurde die Reihe im Performing Arts Center des Santa Monica College mit einer Uraufführung – «Dulce Rosa», der neuen Oper des U.S.-Amerikaners Lee Holdridge, der...
erona kann sehr heiß sein. Nur zu gut erinnere ich mich an meinen ersten Besuch in der Arena: wir, ein Trüppchen opernbegeisterter Studienfreunde, unser Gefährt ein alter Golf, natürlich ohne Klimaanlage. Fast wäre die Fahrerin wegen der Hitze ohnmächtig geworden, aber wir schafften es bis in die Stadt, drängelten uns mit den Tagesausflüglern vom Gardasee vor dem...
Für den nur einen Steinwurf entfernt in Lowestoft geborenen Benjamin Britten war es ein Heimspiel. Das 1948 vom Komponisten gegründete Aldeburgh Festival ehrte seinen Gründervater zu dessen 100. Geburtstag mit einer Neuproduktion von «Peter Grimes» – seiner von der eindrucksvollen Landschaft Suffolks inspirierten, ersten «echten» Oper. Die im benachbarten Dorf...
