In freiem Flug: Joel Annmo (Jonathan); Foto: Theater/Carl Thorborg

Blutleer

Borisova-Ollas: Dracula Stockholm | Kungliga Operan

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Dieser Vampir hat sein Opernpublikum lange auf sich warten lassen. Gut zehn Jahre ist es her, dass sich die Librettisten Claes Peter Hellwig und Kristian Benkö anschickten, Bram Stokers mehrfach verfilmten Roman «Dracula» (1897) für die Opernbühne einzurichten. Gemeinsam mit der seinerzeit frisch gebackenen Stockholmer Opernchefin Birgita Svendén beschlossen die Autoren, die musikalische Realisierung der aus Wladiwostok stammenden, seit 1992 in Schweden lebenden Komponistin Victoria Borisova-Ollas anzuvertrauen.

2013 lag das Werk vor, doch es sollte noch bis zum diesjährigen Wochenende vor Halloween dauern, bis es in Stockholm uraufgeführt wurde. Die Premiere war im Nu ausverkauft, ebenso der Großteil der zwölf Folgevorstellungen. Schon im Vorfeld also ein voller Erfolg für das Haus. Schade nur, dass niemand auf die Idee gekommen war, den Zweiakter während seiner jahrelangen Genese auf musiktheatralische Qualitäten hin abzuklopfen. Denn diese entpuppten sich nun als dürftig.

Die Librettisten legen den Schwerpunkt auf die Anziehungskräfte, die der transsylvanische Graf auf Mina ausübt. Die junge Frau erfährt durch sie eine Art sexueller und moralischer Befreiung aus jener Enge und ...

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Opernwelt Dezember 2017
Rubrik: Panorama, Seite 50
von Guy Dammann

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