Zeitgenössische Vokalmusik aus 70 Jahren

Werke von Adriana Hölszky, Chaya Czernowin, Ondřej Adámek und Hans Werner Henze

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Die instrumentalen Partituren von Adriana Hölszky wirken mit ihren dauererregten, chaotisch zerfaserten Texturen immer schon wie ein Klangtheater, das sich mit surreal anmutenden Bildwelten seine eigene Szenerie schafft. Doch in Verbindung mit einer Bühneninszenierung werden noch einmal ganz andere Schichten freigelegt. So geschehen mit der Komposition «Roses of Shadow» für Sopran und Ensemble, die vor Kurzem von Martin Schläpfer für das Ballett am Rhein Düsseldorf/ Duisburg choreografiert wurde; Ausschnitte daraus sind im Internet zu sehen.


Der Bilderreichtum der Musik pur zeigt sich in der Aufnahme mit einem Instrumentalensemble unter der Leitung von Wen-Pin Chien und der mit allen Wassern zeitgenössischer Vokalkunst gewaschenen Sopranistin Angelika Luz. Das Werk, das einen Text nordamerikanischer Indianer mit einem Shakespeare-Sonett verknüpft, ist von hoher Einfallsdichte, die musikalische Rede reicht von der Empörung bis zur Groteske und kann auch unvermutet in Komik kippen. Das zweite Werk auf der technisch vorzüglich produzierten SACD ist «Message» nach Eugène Ionesco für drei Vokalisten mit Zusatzinstrumenten und Live-Elektronik. Die Aufnahme ist aus einem Guss und ...

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Opernwelt August 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 27
von Max Nyffeler

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