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Opernwelt November 2008
Rubrik: Service, Seite 80
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Vergriffen
Weitere Beiträge
Vor und nach der Revolution

Kein Wunder, dass der schwärmerische Lenski (etwas ungelenk: Claude Pia) rasend eifersüchtig wird: Freund Onegin und seine Olga (aufgekratzt, mit schönem, leichtem Mezzo: Anne Schuldt) tanzen sich beim Geburtstagsfest Tatjanas in eine Lust an Bewegung hinein, die sie schnell vom 19. ins 20. Jahrhundert katapultiert und selbst vor Flamenco, Foxtrott, Cha-Cha-Cha und...

Gemeinsam einsam

Küsse, Bisse, das reimt sich», rechtfertigt sich Kleists Penthesilea. Auch in Rossinis Racine-Adaption «Ermione» wird zwölf Jahre später aus frustrierter Liebe zugebissen. Die Verlobte des Pyrrhus besteht auf Einhaltung des Eheversprechens, obwohl der Sohn des Achill inzwischen Hektors Witwe Andromache nachstellt. Ermione, eine Femme fatale, wie sie im Buche steht,...

«Großer Schmerz in kleinen Seelen»

Der Verdi des kleinen Mannes  «Puccini ist der Verdi des kleinen Mannes, und Léhar ist dem kleinen Mann sein Puccini.» Mit diesem bissigen Bonmot hat Kurt Tucholsky 1931 in der «Weltbühne» mit Léhar auch Puccini der intellektuellen Verachtung preisgegeben. Er hätte sich dabei auf die kompakte Majorität der Fachleute berufen können – Gustav Mahler etwa, der «Tosca»...