Orient und Okzident

Das Pera Ensemble und Valer Barna-Sabadus interpretieren höfische Musik aus Italien, Spanien und dem osmanischen Reich; Le Concert de L’Hostel filtern vier Shakespeare-Suiten aus Purcell

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Neu ist die Idee nicht, im Rahmen eines Albums den musikalischen Wechselbeziehungen zwischen Orient und Okzident nachzugehen. Das Barockorchester Concerto Köln und das auf musikalische Grenzgänge spezialisierte Ensemble Sarband um Vladimir Ivanoff etwa brachten 2003 eine viel beachtete CD mit dem Titel «Dream of the Orient» heraus, die diesem Konzept verpflichtet war. Die Zusammenführung unterschiedlicher musikalischer Welten haben das Pera Ensemble, dessen Name von einem für seinen multinationalen Charakter bekannten Stadtteil Istanbuls abgeleitet ist, und sein Leiter Mehmet C.

Yesilçay bereits mit ihrem bei der Deutschen Harmonia Mundi erschienenen «Händel alla turca»-Projekt «Amor oriental» erkundet. Das neue Album «Baroque oriental» macht aber auch offenkundige Anleihen bei Christina Pluhars L’Arpeggiata-Aufnahmen mit Musik Claudio Monteverdis. Gleich das erste Stück, «Si dolce è’l tormento», erscheint wie eine Hommage an Philippe Jarousskys traumhafte Interpretation auf der CD «Teatro d’amore». Der Sänger des Pera Ensemble muss sich nicht hinter seinem (im Moment noch) berühmteren Kollegen verstecken. Valer Barna-Sabadus, ein gebürtiger Rumäne, der seit zwanzig Jahren in ...

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Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Medien/CDs, Seite 30
von Thomas Seedorf

Weitere Beiträge
Editorial Dezember 2011

Ich ist ein anderer. Das gilt nicht erst seit der Romantik. Die Beobachtung hat schon immer zur Kunst geführt. Als Aufschrei, als Staunen, als Sehnsucht. Auch in der Musik natürlich. Und auf der Bühne. Wobei das Sängerleben einer doppelten Perspektive folgt: Wer seine Stimme gefunden hat, hat seine Identität gefunden.

Eines bedingt das andere. Und beides braucht...

Was kommt, Impressum

52. Jahrgang Nr. 12

Opernwelt wird herausgegeben
vom Friedrich Berlin Verlag
ISSN 0030-3690 
Best.-Nr. 752235 

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Redaktionsschluss dieser Ausgabe war
der 10.11.2011

Redaktion:

Stephan Mösch
Albrecht...

Jung, dynamisch, global

Die Deutschen machen sich’s bekanntlich nicht leicht mit ihrer Festoper schlechthin, mit Wagners «Die Meistersinger von Nürnberg». Erst recht in Nürnberg. Drum tat Intendant Peter Theiler gut daran, die Neuinszenierung des heiter-tiefsinnigen, aber durch nationalsozialistische Vereinnahmung kontaminierten Werks David Mouchtar-Samorai anzuvertrauen. Der in Bagdad...