Opulenter Leerlauf

Von der Regie verschenkt, von Joyce DiDonato, Diana Damrau und Juan Diego Flórez geadelt: Rossinis «Le Comte Ory» an der Met

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New York ist für Rossinis «Le Comte Ory» kein Neuland: Nachdem Thomas Schippers die Oper 1962 mit den Philharmonikern und Solisten wie Judith Raskin (Adèle), Shirley Verrett (Isolier) und Norman Treigle (Gouverneur) auf den Spielplan gesetzt hatte, fand das Werk 1979 auch in das Repertoire der City Opera Eingang, geadelt durch so ausgewiesene Rossini-Interpreten wie Rockwell Blake (Ory), Ashley Putnam (Adèle) und Samuel Ramey (Gouverneur).

Überfällig indes war das Met-Debüt dieser reizvollen, ersten französischen Oper Rossinis, auch wenn sie für das riesige Haus ein wenig klein dimensioniert scheinen mag. War es womöglich solchen Erwägungen geschuldet, dass Bartlett Sher eine derart gewöhnliche, übermäßig betriebsame, stellenweise gefährlich flopverdächtige Inszenierung entfesselte? Oder sind seine Dauerpossen, der Rückgriff auf TV-erprobte Comedy-Mimik und die faktische Abwesenheit jeglicher aus dem Text abgeleiteter Personenregie nicht vielmehr der opus moderandi dieses Regisseurs, zumal zahlreiche Elemente (darunter der ermüdende Rückgriff auf ablenkende Statisten) auch schon in Shers früherer «Barbiere»-Produktion an der Met sowie in seiner desaströsen diesjährigen ...

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Opernwelt Mai 2011
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von David Shengold

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