Spurensuche
Es ist eine lange, intensive Beziehung, die Leoš Janáček mit Brünn verbindet. In dieser Stadt, wo sich noch heute zahlreiche (architektonische) Relikte längst verblichenen kakanischen Glanzes auffinden lassen, verbrachte er den größten Teil seines Lebens. Acht seiner neun Bühnenwerke erlebten in Brno ihre Uraufführung, eines der 16 (!) Theater trägt seinen Namen.
Das 1965 erbaute Janáček-Theater, eines der größten Opernhäuser Osteuropas, war nun anlässlich von Janáčeks 90.
Todesjahr Heimstatt eines gut zweiwöchigen Festivals, in dessen Verlauf sämtliche Opern des Komponisten aufgeführt wurden. Den Höhepunkt bildete Robert Carsens packende, weltweit bereits in mehr als 20 Städten gezeigte «Kátia Kabanová»-Inszenierung. Neben dieser szenischen Hommage war es den Verantwortlichen ein Anliegen, Janáčeks Spuren in Brno offenzulegen. Pünktlich zum Festival erschien ein umfangreicher Stadtführer, in dem 18 Orte vorgestellt werden, die mit der wechselhaften Biografie des Komponisten in Zusammenhang stehen – so beispielsweise das Augustinerstift, das er als Kind besuchte, der Kräutermarkt, sein Grab etwas außerhalb der Stadt, die Orgelschule sowie, direkt dahinter, im Garten, sein ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2019
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Florian Amart
alpha
13.01. – 20.15 Uhr
Nézet-Séguin dirigiert
Mahler: Symphonie Nr. 1
20.01. – 20.15 Uhr
Gergiev dirigiert Mussorgsky:
Bilder einer Ausstellung
27.01. – 20.15 Uhr
Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5
Symphonieorchester des BR, ML: Jansons, Klavier: Barenboim
arte
30.12. – 17.30 Uhr
Orff: Carmina Burana
Die geheimnisvolle Atmosphäre der Verbotenen Stadt in Peking bietet...
Da steckt Musik drin!, dachte sich Ottorino Respighi schon bei der ersten Lektüre von Gerhart Hauptmanns symbolistischem Märchendrama «Die versunkene Glocke» (1896). Anderen war das schon vorher aufgefallen. Die Vertonung von Heinrich Zöllner (1899) hatte indes nur kurz Erfolg, und Maurice Ravel brachte ein Opernprojekt, mit dem er Debussys «Pelléas» Konkurrenz...
Der Schlausten einer ist er nicht – wohl aber einer der naivsten. Von einer Katastrophe in die nächste taumelt der arme Candide. Anscheinend immer zur falschen Zeit am falschen Ort, gerät er als Soldat in den Krieg, in die Fänge der Inquisition, wird zum Mehrfachmörder und überlebt – auf wundersame Weise, wie alles andere – selbst das schwerste Erdbeben. Und als er...
