La condition humaine
Das Wunderbare an den Opernarbeiten der Regisseurin Andrea Breth ist die Unberechenbarkeit, mit der sie sich (meist) den Schicksalen von Frauen widmet. Ob es grellbunt wird und überdreht oder nachtschwarz und totenstarr, entscheidet nicht die bis zum Markenzeichen erprobte Methode, sondern die jeweilige Figur, eine musikalische Signatur oder die Verknüpfung mit dem wirklichen Leben.
Bei der Umsetzung von Verdis Traviata fürs Brüsseler Opernhaus musste Breth in ihrer Wahlheimat Wien nicht lange nach dem entsprechenden Realitätsbezug suchen: Der Mädchenhandel mit dem Osten, der Clubs und Betriebsfeiern mit «anspornendem» Menschenfleisch versorgt, hat mittlerweile einen Grad von Zynismus erreicht, dass selbst der Tatort die Mischung aus Menschenverachtung und kapitalistischer Wegwerfmentalität aufgreift.
Also kommt Violetta Valery, die Gestrauchelte aus Verdis erster Oper im großstädtischen Gegenwarts-Milieu, nicht aus der Normandie wie ihr reales Vorbild Marie Duplessis, sondern aus einem jener Container, die sich zum Vorspiel vor dem Zuschauer in einem imaginären Frachthafen aufstapeln: rostig, hässlich, eine Wand aus Panzerblech. Martin Zehetgruber hat diesen Eisernen Vorhang ...
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Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 10
von Michael Struck-Schloen
Eine Boulevardzeitung fühlte sich gleich zu einer Umfrage provoziert: Ob München lieber den alten Rigoletto wiederhaben wolle? Jene Version, mit der Doris Dörrie im Jahre 2005 Verdi auf den Planeten der Affen schoss und dabei Regie-Totalschaden erlitt? Das Ergebnis ist (noch) nicht bekannt. Viel deutet jedoch darauf hin, dass die Bayerische Staatsoper nach der...
Nicola Porpora hatte bereits eine erfolgreiche Karriere in Italien hinter sich, als er 1733 von der mit Händels Opernakademie konkurrierenden Adelsoper nach London geholt wurde. Am Ende des gnadenlosen Wettstreits waren beide Unternehmen bankrott, Porpora ging nach Venedig zurück, Händel verlegte sich aufs Oratorien-Komponieren. In Erinnerung blieb Porpora als...
arte
1./7./13./19./25.2. – 6.00 Uhr (1)
24.2. – 23.35 Uhr (2)
Gustavo Dudamel dirigiert
1. Brahms: 3. Symphonie.
2. Berlioz: Symphonie Fantastique. Orchestre Philharmonique de Radio France.
2.2. – 5.15 Uhr (4)
9.12. – 5.15 Uhr (5)
Der Kreuzchor.
Dokumentation von Jana von Rautenberg über den berühmten Knabenchor.
3.2. – 14.00 Uhr
Französische und spanische Musik.
Live von...
