Hoch die Gläser!

Seit 100 Jahren wird in der Arena von Verona Oper gespielt. Das größte Freiluftfestival der Welt begann zu Verdis 100. Geburtstag 1913 mit «Aida». Nun, zum 200. Geburtstag, ist natürlich wieder eine «Aida» fällig. Es ist ein Science-Fiction-Sommernachtstraum geworden, musikalisch geleitet von Omer Meir Wellber. Ein persönlicher Glückwunsch

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erona kann sehr heiß sein. Nur zu gut erinnere ich mich an meinen ersten Besuch in der Arena: wir, ein Trüppchen opernbegeisterter Studienfreunde, unser Gefährt ein alter Golf, natürlich ohne Klimaanlage. Fast wäre die Fahrerin wegen der Hitze ohnmächtig geworden, aber wir schafften es bis in die Stadt, drängelten uns mit den Tagesausflüglern vom Gardasee vor dem Julia-Balkon, ließen uns in einer Touristen-Trattoria übers Ohr hauen – und erlebten eine typische Veroneser Inszenierung: «Il trovatore» mit echten Pferden, Statistengewusel, Lagerfeuer auf offener Szene.

Herrlich stieg im Finalakt der Mond hinter der Bühne empor. Gegen ein Uhr morgens, als die Zuschauerströme versiegt waren, streiften wir durch die Gassen der Altstadt, berauscht von Verdis Volksmusik, verzaubert vom genius loci.

Auch 2013 sollte wieder ein Jahrhundertsommer werden: Genau vor 100 Jahren nämlich wurde in dem römischen Monumentalbau erstmals Oper gespielt. Lange hatten der Tenor Giovanni Zenatello und der Dirigent Tullio Serafin damals überlegt, wie der anstehende 100. Geburtstag Giuseppe Verdis angemessen zu begehen sei. Da kam Zenatello plötzlich eine Idee: Wie wäre es mit «Aida» in der Arena?! Welcher Ort ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Reportage, Seite 54
von Frederik Hanssen

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