Polizistenmahl mit Registerarie
Eine «tragédie barbare», eine «Babarische Tragödie» soll «Cachafaz» nach den Vorstellungen seines Verfassers Copi alias Raul Damonte Botana sein. Copi, 1939 in Buenos Aires geboren, 1987 in Paris gestorben, lebte seit 1965 meist in der französischen Hauptstadt, schrieb Erzählungen, Theaterstücke, vor allem aber zeichnete er unzählige Comics für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Seine Frauenfigur «La Femme assise» zierte lange Zeit die Wochenzeitung «Le Nouvel Observateur».
Die zart gestrichelten Figuren, die auf zerbrechlich wirkenden Beinen durch die Bilder wackelten, umgab meist reicher Dialog-Text: Es waren theatralische Comics, kleine Stücke. Copis Affinität zum Theater, zur Bühne überhaupt, war unschwer zu erkennen.
So wurden auch Komponisten bei Copi fündig. Régis Campo schrieb «Les quatre Jumelles», die Oper wurde 2009 in Nanterre uraufgeführt. Jetzt entdeckte der argentinische Komponist Oscar Strasnoy bei seinem Landsmann «Cachafaz», fand effektvolle Ansätze für eine Veroperung, in der von beiden Autoren vor allem heimische Assoziationen einfließen. Ort der Handlung: ein Arme-Leute-Quartier in Montevideo. Ein bunter Haufen von Einwanderern – Spanier, Italiener, ...
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Opernwelt Februar 2011
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Gerhard Rohde
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