Korngold: Die tote Stadt

Hagen

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Drei wichtige Aufführungen von Korngolds «Toter Stadt» in jüngerer Zeit: Zü­rich 2003, Berlin 2004, Salzburg, ebenfalls 2004. Man kann das als Repertoire-Bestätigung für eine Oper werten, die nach ihrer als sensationell empfundenen Doppeluraufführung (1920) von neuer Sachlichkeit lange in die Ecke gedrückt wurde. Die bis heute kritisierte Holly­wood-Karriere des exilierten Komponis­ten tat ein Übriges. In Hagen ist  die «Tote Stadt» jetzt erstmals seit 1928 zu hören.


Der orchestrale Anspruch des Werks erfordert die Nutzung der Proszeniumslogen, was der Homogenität des Klanges jedoch kaum abträglich ist. Es bleibt faszinierend, wie Antony Hermus die narkotischen und süffigen Reize der Partitur auskostet. Die Sängerleistungen wirken absolut überzeugend: Dario Walendowski gibt dem Paul kraftvoll lyrischen Tenorklang mit, Dagmar Hesse der Doppelfigur Marie/Marietta erotisches Flair. Die Baritone des Ensembles – Frank Dolphin Wong (ein maskuliner Frank) und Peter Schöne (ein liedlyrischer Fritz) – wetteifern klangvoll miteinander. Die an sich expansive Mezzostimme Liane Keegans lässt bei der Brigitte die eine oder andere Höhenschwierigkeit spüren.
Wie vor ihm schon Günter Krämer ...

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Opernwelt Juni 2007
Rubrik: Kurz Berichtet, Seite 50
von Matthias Norquet

Vergriffen
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