Epischer Klang
Wagners vierteiliges Bühnenfestspiel «Der Ring des Nibelungen» ist längst kein Privileg der großen Häuser mehr. Warum das so ist, erklärt der Lübecker Opernchef Roman Brogli Sacher ganz unbefangen so: «Als Dirigent bin ich glücklich, einmal im Leben diesen Zyklus gemacht zu haben.» Seine Kollegen denken ebenso, sagen es vielleicht nicht so offen.
Eine Aufführung der Tetralogie ist ein Prüfstein für die Leistungsfähigkeit eines Theaters und im Falle des Gelingens ein ausgezeichnetes Aushängeschild, das man nach Möglichkeit in Ton und Bild festhält, um es auch außerhalb der Stadt bewundern zu lassen.
Der jeweilige Regisseur sieht sich durch die ständig steigende Zahl an DVD-Mitschnitten von großen wie kleinen Bühnen leicht in Beweisnot gebracht. Oft ergeht es ihm dabei wie Mime bei seinem hilflosen Versuch, für Siegfried ein brauchbares Schwert zu schmieden. Die «Arbeit am Mythos» (Hans Blumenberg), die vor allem darin besteht, diesen Mythos für die eigene Zeit neu zu deuten, erfordert gründliche Geistesarbeit und nachschöpferische Fantasie. Das ist nicht jedem Regisseur in gleichem Maße gegeben. So drängt sich bei vielen Inszenierungen, die nach Chéreaus Bayreuther «Jahrhundert-Ring» ...
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Opernwelt September/Oktober 2011
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Seite 48
von Ekkehard Pluta
«Alles steht und fällt mit der Medea» – eine Binsenweisheit für jede Aufführung von Euripides’ Tragödie. Sie gilt natürlich auch für Luigi Cherubinis gleichnamige Oper von 1797. Francesca Zambello, Intendantin des Glimmerglass Festivals, traf eine glänzende Wahl, indem sie mit Alexandra Deshorties eine bemerkenswerte Sängerdarstellerin engagierte. Die Stimme der...
Sind in «Rinaldo» cineastische Qualitäten zu finden? Robert Carsen scheint das zu glauben. Oft denkt man an James Bond-Filme oder das Fantasy-Genre, während man seine Inszenierung in Glyndebourne verfolgt. Er liebt das Magische, die Intrigen in dieser zur Zeit des Ersten Kreuzzugs spielenden Geschichte. Für historische Aufführungspraxis, die Bühneneffekte des...
ARTE
1./7./13./19.9. – 6.00 Uhr
Beethoven: Hammerklaviersonate.
Verbier Festival 2008. Jean-Frédéric Neuburger.
2./8.9. – 6.00 Uhr
Annette Dasch und die Gretchenfrage.
Konzert mit ausgewählten Arien aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz. Münchner Rundfunkorchester, Marc Piollet.
4.9. – 6.00 Uhr
19.9. – 5.00 Uhr
Die nächste Generation.
Film von Mark Kidel über Alfred...
