Schöpferisch konzeptionell
In Berlin verstarb der Bühnenbildner Reinhart Zimmermann, jahrzehntelang Ausstattungsleiter der Komischen Oper als Nachfolger Rudolf Heinrichs, dessen Assistent er gewesen war. Er hat unser
Musiktheater wesentlich mitgeprägt, in Zusammenarbeit mit Walter Felsenstein, Götz Friedrich, Michael Heinicke, Harry Kupfer, mir und anderen.
Als Rudolf Heinrich uns nach der Mauer abhanden kam (auf Betreiben seiner amerikanischen Ehefrau), hat Zimmermann das Projekt «Fliegender Holländer» übernommen.
Sein «Holländer»-Bühnenbild schuf er für die Komische Oper, für Leipzig, für das Bolschoi Theater, damals zusammen mit der Leipziger Kostümbildnerin Elisabeth Selle. In Moskau waren wir das erste ausländische Team seit Bestehen des
Hauses. Zimmermanns Bühnenbild für «Boris Godunow» für das neu erbaute Leipziger Opernhaus (Originalfassung mit allen Szenen) wurde zu einem Markstein in der Bewältigung der großen slawischen Oper, sein Krönungsbild zur Ikone. Sein Leipziger «Lohengrin» setzte unseren damals gänzlich neu
erschlossenen Wagner für das Musiktheater fort. Seinen «Jungen Lord» (Komische Oper mit der Leipziger Kostümbildnerin Eleonore Kleiber) bezeichnete Hans Werner Henze als die mit Abstand ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Wir sind zwar mit der Eröffnung ungünstigerweise in einen Zeitpunkt des Stillstands des wirtschaftlichen Aufschwungs geraten, und es ist daher nicht auffallend, dass man oft zweifelnde Fragen aufwerfen hört, ob das Stadttheater nicht kleiner und billiger hätte ausgeführt werden sollen. Doch die Mitglieder des Stadtrats und der Stadtverordneten, welche damals...
Nach einem Jahr Pause melden sich die Trierer Antikenfestspiele mit neuem Konzept zurück: Künftig will man sich dem Wiederentdecken von Opernraritäten im römischen Amphitheater widmen. Zum Auftakt hat man, passend zum Spielort, Arrigo Boitos Schmerzenskind «Nerone» ausgegraben – jenes Werk, an dem der Verdi-Librettist jahrzehntelang herumgedoktert hatte, ohne es je...
dazu gibt es folgende Themen:
Im Porträt:
Krassimira Stoyanova. Die bulgarische Sopranistin ist auf CDs bisher wenig in Erscheinung getreten. Umso beliebter ist sie an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt. Denn sie gehört zu den technisch versiertesten Sängerinnen unserer Zeit. Weiter
Thema:
Grundbegriffen des Gesangs widmet sich eine neue Serie, die ein bisschen...
