Magischer Realismus
Die Neuproduktion von «Tristan und Isolde», mit der die Royal Opera zugleich die erste Premiere der neuen Spielzeit vorstellte, ist die jüngste einer mittlerweile beträchtlichen Reihe von Christof-Loy-Inszenierungen an Covent Garden. Kaum ein zweiter Regisseur, zumal keiner aus Deutschland, ist mit seinen Arbeiten an diesem Haus so verankert wie Loy. Diese Präsenz hängt zum Teil zweifellos mit der einschneidenden ästhetischen Wende zusammen, die seit Antonio Pappanos Antritt als Musikchef zu verzeichnen ist.
Schon für sein Debüt als Music Director im September 2002 mit «Ariadne auf Naxos» setzte Pappano auf Loy – und der lieferte eine schöne, neue Interpretation des Stücks, die gleichermaßen Kopf und Herz ansprach. Die beiden arbeiteten in London natürlich nicht zum ersten Mal zusammen, man kannte sich von vielen gemeinsamen Projekten am Brüsseler Théâtre La Monnaie.
Ein gutes Jahr später, im November 2003, kehrte Loy nach Covent Garden zurück, um «Lucia di Lammermoor» zu machen. Die Produktion wurde deutlich reservierter aufgenommen. Loy lastete den Misserfolg damals einigen Solisten an, doch viele Beobachter fragten sich, ob die Royal Opera wirklich gut daran tue, Inszenierungen ...
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Opernwelt November 2009
Rubrik: im focus, Seite 14
von John Allison,Übersetzung: Albrecht Thiemann
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«Coloraturas» heißt das neue Album von Diana Damrau. Der Schriftzug ist so angelegt, dass das Wort «Colors» herausfällt. Koloraturen also als Farben. Das ist nicht zu viel versprochen. Wer Diana Damrau je auf der Bühne erlebt hat, weiß: Das kann sie. Es erklärt aber noch nicht, warum diese Sopranistin (die 2008 im Jahrbuch der «Opernwelt» zur «Sängerin des Jahres»...
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