Mörder unter uns
Wenn in der Ouvertüre zum ersten Mal der von drei dumpfen Paukenschlägen untermalte verminderte c-Moll-Septakkord erklingt, huscht über den noch geschlossenen Vorhang der schwarze Schatten eines Flugobjekts, das man nicht erwartet – eine Drohne.
In Jossi Wielers Straßburger Inszenierung, einer Koproduktion mit La Monnaie in Brüssel und dem Staatstheater Nürnberg, speist sich das Grauen, aber auch die Volkstümlichkeit dieses uns heute nicht mehr so recht geheuren romantischen Theaterspielwerks, so der Regiepartner Sergio Morabito, «nicht aus – beschworenem und/oder geächtetem – ‹deutschem Geist und deutscher Seele›, sondern aus den Verheißungen und Schrecken globaler Vernetzung, künstlicher Intelligenz und digitalisierten Überwachungs- und Kontrollstrukturen».
Die Gegenwärtigkeit, die das Regie-Duo behauptet, setzt aufs Ganze. Ihr «Freischütz» spielt heute, ohne auf platt oberflächliche Aktualisierung, gar Personifizierung zu zielen. Das Böse bedarf keines Samiels, keines Teufels mehr, sondern ist an die Technik delegiert, die uns alle mit ihrem immer wieder über die Szene huschenden schwarzen Schatten überwacht. Gleich die Introduktion ist kein harmlos-fröhliches Preisschießen, ...
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Opernwelt Juni 2019
Rubrik: Im Focus, Seite 4
von Uwe Schweikert
Ende des Monats ist es wieder so weit: Fedora, getragen vom European Circle of Philanthropists of Opera and Ballet, ruft zur Preisverleihung nach Venedig. Eine Opern- und eine Ballettproduktion werden ausgezeichnet und erkleckliche Beträge einstreichen. Der Name Fedora taucht zwar immer mal auf, aber wer und was verbirgt sich eigentlich dahinter? Das Netzwerk...
alpha
23.06. – 20.15 Uhr
Offenbach: «Les contes d’Hoffmann»
Bayerische Staatsoper (2014)
ML: Carydis, I: Jones, S: Damrau, Villazón, Conners, Relyea, Brower, von der Damerau, Reß, Power, Stephinger
arte
02.06. – 17.40 Uhr
Werke von Monteverdi, Malvezzi, Gagliano, Caccini
Aus dem Spiegelsaal von Schloss Versailles
ML: Pichon, S: Desandre, Zaïcik, Richardot, Gonzalez...
Fanny Ardant
Ihr Spiel umwehte stets ein leiser Hauch von Exzentrik. Noch in ihren letzten Filmen zeigte die französische Diva, über welche darstellerischen Farben sie verfügt. Nun wagt sie sich, gerade 70 Jahre jung geworden, an die Oper und inszeniert in Athen Schostakowitschs «Lady Macbeth von Mzensk». Wir fahren hin
Cecilia Bartoli
Die Rolle passt...
