Un grande spettacolo
Es geht fröhlich zu im ehrwürdigen Teatro alla Scala. Kein Wunder, wo doch zum Ausklang der Spielzeit eine Oper für Kinder auf dem Programm steht: «Ratto dal Serraglio». Es wird gelacht, geschubst und gedrängelt. Die Orchestermusiker werden auf ihrem Weg in den Graben mit brausendem Beifall und zustimmenden Pfiffen begrüßt. Dann verlischt langsam das Licht, hier und da mahnt jemand zur Ruhe.
Und schon die ersten Takte von Mozarts «Entführung aus dem Serail» – gespielt wird eine reduzierte Fassung in italienischer Sprache als Koproduktion mit den Salzburger Festspielen – verbreiten eine zauberhafte Stimmung in dem mit Grundschülern vollbesetzten Haus.
«Das ist ein tolles Gefühl», sagt Felizia Bade, eine der ersten Geigerinnen. Denn man spüre während der gesamten einstündigen Aufführung «die pure Neugier und Freude der Kinder». Die 24-jährige Musikerin aus dem ostwestfälischen Vlotho lebt nach einem Studium in Lugano seit ein paar Monaten in Mailand und hat an der Akademie einen zweijährigen Meisterkurs für Orchestermitglieder belegt. Das Teatro alla Scala pflegt nicht nur den Nachwuchs im Publikum, sondern seit Jahren und mit großem Erfolg auch den des Theaters ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Henning Klüver
Temple Bar an einem Abend im Oktober. Massen von Menschen schieben sich durch das pittoreske Ausgehviertel von Dublin. Die Luft ist herbstlich kühl, aber angenehm lau, etliche Halloween-Parties locken das Publikum an. Ein gruseliges Schauspiel besonderer Art erwartet all jene Besucher, die zum Project Arts Centre abbiegen, dessen blaugläserne loftartige Architektur...
Tradition sei nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers, hatte Gustav Mahler sich erhitzt. Mit ruhigerem Puls und wortreicher, aber sonst völlig d'accord formulierte es einmal Luciano Berio im Interview für diese Zeitschrift: «Ich habe immer daran geglaubt, dass die Zukunft sich nur aus der Vergangenheit entwickeln kann. Im...
Impressum
57. Jahrgang, Nr 12
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752295
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 08.11.2016
Redaktion
Jürgen Otten, Wiebke Roloff
Albrecht...
