Orchesterstück

Teodor Currentzis und MusicAeterna Perm schließen ihren Mozart/Da Ponte-Zyklus mit «Don Giovanni» ab

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Lange haben wir auf diese Einspielung gewartet. Erscheinen sollte sie schon vor einem Jahr. Doch bei Teodor Currentzis läuft es oft anders als geplant. Unmittelbar nach der szenischen Produktion des «Don Giovanni» in Perm (siehe OW 1/2015) wollte er Mozarts Oper aufnehmen, freilich in anderer Besetzung. Diese Aufnahme war Ende 2014 fast fertig – und wurde verworfen. Stattdessen entschied sich Currentzis, sie im November und Dezember 2015 noch einmal zu machen, wiederum mit einer veränderten Besetzung.

Dass das überhaupt möglich war, sagt viel über den Status des Dirigenten und die Möglichkeiten, die ihm trotz neuer politischer Führung im staatlichen, nach Tschaikowsky benannten Opernhaus am Ural eingeräumt werden. Currentzis, «Dirigent des Jahres 2016», ist nicht einfach ein Star, der Russland musikalisch mit dem Westen verlinkt wie derzeit kein anderer. Er ist in seiner Arbeitsweise ein Alleinherrscher, sendungsbewusst bis in die Wurzeln der effektvoll herumgeschleuderten Haare, egoman und doch kommunikativ, enigmatisch und doch medienwirksam.

Nach dem Erfolg von «Le nozze di Figaro» und «Così fan tutte» wollte und sollte Currentzis mit diesem «Don Giovanni» ...

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Opernwelt Dezember 2016
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 27
von Stephan Mösch

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