Alpen-Belcanto

Innsbruck entdeckt Heimatliches: «Mara» von Josef Netzer

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Die Zeitgenossen gaben sich nicht nur gnädig, sondern begeistert. «Nahezu jede größere Nummer» habe wiederholt werden müssen, notierte 1841 ein Besucher der Uraufführung im Wiener Kärntnertortheater. Was für eine Bilanz für «Mara» von Josef Netzer! 14 Abende in Wien, es folgten Prag, Berlin, Mainz, Hamburg, Hannover, Braunschweig und Kassel. Und dann das große Loch: Fast 170 Jahre mussten ins Land gehen bis zur Wiederbelebung.

«Schuld» an dieser Auferstehung ist Johannes Reitmeier, Intendant des Tiroler Landestheaters.

Der hat es seit seinem Amtsantritt auf Heimat­liches abgesehen, auf Stücke, die mit Innsbruck zu tun haben. Catalanis Alpendrama «La Wally» bescherte Reitmeier 2012 einen Musterstart im Haus unter der Nordkette. Und Josef Netzer, Komponist der aktuellen Anstrengung, war ein Tiroler, 1808 in Zams geboren, zunächst Autodidakt, dann Student unter anderem bei Anton Sechter. Seine Kapellmeisterlaufbahn führte ihn über Wien und Leipzig bis nach Graz, wo er 1854 mit dem «Tannhäuser» die erste österreichische Wagner-Aufführung dirigierte und wo er zehn Jahre später starb.

Neben geistlichen Werken, Kammermusik und vier Symphonien schrieb Netzer vier Opern, «Mara» ist seine ...

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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Markus Thiel

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