Zu Wagner nichts Neues

Oehring: «SehnSuchtMEER oder Vom Fliegenden Holländer», Düsseldorf / Deutsche Oper am Rhein

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Während es ringsherum neue «Parsifal»-Produktionen hagelt, hält die einst als «Bayreuth am Rhein» geltende Rheinoper sich im Wagner-Jahr eher zurück. Lediglich einen neuen «Tannhäuser» bringt sie im Mai heraus. Als eigentlichen Beitrag zum Jubiläumsjahr versteht das Haus die bei Helmut Oehring in Auftrag gegebene Uraufführung «SehnsuchtMEER oder Vom fliegenden Holländer», deren Titel zu erkennen gibt, dass Oehring sich für die ihm eigene Kompositionsmethode, das Fortschreiben von Vorhandenem, Wagners stürmisches Frühwerk vorgenommen hat.

Darüber hinaus bedient er sich aber auch beherzt aus den «Tristan»-Vorstudien der «Wesendonck-Lieder».

Die nur angedeutete Handlung des Abends mäandert um eine Textcollage: Da verschränkt sich Wagners Original-Plot mit Hans Christian Andersens «Märchen von der kleinen Meerjungfrau», mit Texten von Heinrich Heine, Wagners Briefwechsel mit Mathilde Wesendonck und Oehrings eigenen Texten.

Die Horrorgeschichte des untoten Seefahrers wird durch diese literarischen Anreicherungen zu einem ziemlich beliebigen Kaleidoskop. Kraftzentrum bleibt jedoch die Originalpartitur. Mehr als die Hälfte des knapp dreistündigen Abends klingt wie Wagner pur, ansonsten hört ...

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Opernwelt Mai 2013
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Regine Müller

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