Traumberuf Opernsänger?
Nicht einmal 100 Sängerinnen und Sänger gibt es weltweit, die als Stars gelten. Für die anderen kann das Leben bitter werden. 1600 Euro brutto Mindestgage im festen Engagement – bei unbegrenzter Zahl an Proben und Vorstellungen. Ständige Selbstbehauptung. Arbeitszeiten, die sich kaum mit einer Familie koordinieren lassen. Soziale Unsicherheit angesichts kurzer Verträge. Physischer und psychischer Verschleiß. Ist Opernsänger ein Traumberuf?
Für alle, die das herausfinden und damit auch ein Stückchen weit sich selbst finden wollen, gibt es jetzt einen Leitfaden.
Verfasst hat ihn Gerd Uecker, bis 2010 Intendant der Dresdner Semperoper. Er kennt den Betrieb aus dem Effeff. Von der Fächereinteilung über die Menstruation bis zur Lohn- und Einkommenssteuer lässt er keinen Aspekt der Berufspraxis aus. Einen erhobenen Zeigefinger hat er dabei nie nötig, bleibt vielmehr auf angenehme Weise zurückhaltend und konkret zugleich. Vieles, was er sagt, erscheint ganz selbstverständlich und wird im Alltag trotzdem dauernd missachtet. Etwa, dass eine Arie, die man perfekt beherrscht und vorsingt, noch lange nicht die ganze Partie ist (Paradebeispiel: Rusalka). Oder dass es keinen Sinn macht, ständig ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Februar 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Stephan Mösch
54. Jahrgang, Nr 2
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752252
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61, 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 14.01.2013
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht...
Vergesst Barcelona, vergesst Madrid. Spaniens Kulturmetropole der Zukunft sollte in Valencia entstehen. Weg mit dem Ruch des Provinziellen, weg mit den Komplexen gegenüber den reichen Katalanen und den mächtigen Madrilenen. Endlich mal Spitze sein. Koste es, was es wolle. Hatte nicht Bilbao mit Frank Gehrys Guggenheim Museum vorgemacht, wie eine hässliche, darbende...
Da hat Andreas Homoki schon Recht: Gespenster auf der Bühne – das geht heutzutage nicht mehr. Es funktioniere ja nicht einmal im Horrorfilm richtig, sagt der Zürcher Opernintendant im Programmheft zu seiner ersten eigenen Inszenierung am neuen Haus. Da es sich um Richard Wagners Fliegenden Holländer handelt, in dem Spuk und Übersinnliches etwas Werkkonstituierendes...
