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Opernwelt Januar 2006
Rubrik: Magazin, Seite 23
von Uwe Schweikert

Vergriffen
Weitere Beiträge
Auf den Spuren E. A. Poes

In Heidelberg hat sich die neue Intendanz entschieden, in jeder Saison «die spannendste neue Oper des letzten Jahres» zu präsentieren. Den Anfang macht man nun mit «Berenice», uraufgeführt bei der Münchener Biennale 2004 (siehe OW 7/2004). Der junge österreichische Komponist Johannes Maria Staud und sein Librettist, der renommierte Lyriker Durs Grünbein, haben sich...

Was tun?

Wer sich an «La clemenza di Tito» wagt, Mozarts zeitgleich mit der «Zauberflöte» entstandenes «Dramma serio per musica», hat es doppelt schwer. Was tun mit einer Musik, die nur in Teilen (Arien und Accompagnati) von Mozart selbst stammt und die sich, weil seine blau­blütigen Auftraggeber es aus Anlass der Krönung des österreichischen Kaisers Leopold II. zum...

Eklektizismus nach dem Lustprinzip

Pierre Boulez bezeichnete einmal die Vertonung von Gedichten als «Lektüre mit Musik». Das war durchaus polemisch gemeint, und dahinter steckte eine Frage: Wen interessiert es überhaupt, wenn ein Komponist seine Klänge über einen Text gießt, der ohnedies vollendet ist und seine eigene Wort-Musik macht? Zwischen Kopie, Verfälschung und Innovation sind da viele...