Primadonne stupende
Die Sopranistin Simone Kermes und die Mezzosopranistinnen Joyce DiDonato, Anna Bonitatibus und Vivica Genaux sind heute Stars der internationalen Opernwelt. Auf drei CDs widmen sie sich jetzt dem Belcanto – jener Kunst, bei der die Mienen der Musikliebhaber schon seit über 300 Jahren in Verzückung geraten. Um 1600 gemeinsam mit der Oper entstanden, dominierte der Belcanto vom Ende des 17. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts das Musiktheater und ging als subtilste Kunstform des Operngesangs in die Geschichte ein.
«The Rival Queens» lautet der Titel der CD, auf der sich Simone Kermes und Vivica Genaux den beiden Barock-Primadonnen Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni zuwenden. Letztere ist als Gemahlin des Komponisten Johann Adolph Hasse unsterblich geworden. An Erstere knüpft sich die Anekdote, Händel habe ihr androhen müssen, sie aus dem Fenster zu werfen, bevor sie bereit war, in der Oper «Ottone» die Arie «False immagine» so zu singen, wie er sie komponiert hatte. Da die Reise der modernen rival queens nicht nach London führt, fehlt «False immagine» auf dieser Zusammenstellung, doch ist reichlich Material vorhanden, anhand dessen der Kampf der verfeindeten Primadonnen ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 38
von Detmar Huchting
Die Lage hat sich weiter zugespitzt. Konfrontiert mit wachsenden Defiziten der New Yorker Metropolitan Opera, nahm sich Intendant Peter Gelb vor, die Personalkosten drastisch zu senken – und forderte von den Mitarbeitern einen Lohnverzicht in Höhe von 16 Prozent (siehe OW 6/2014). Die Musiker hingegen werfen Gelb vor, das Geld für teure, aber schlecht laufende...
Sie reden wieder miteinander. «Alexander Pereira im Gespräch mit Franz-Welser Möst», hieß es in der Einladung zum Pressegespräch vor der «Rosenkavalier»-Premiere. Ein aus der Not geborenes Arrangement, ein Zweckbündnis. Es ist noch gar nicht so lange her, da hätte man sein letztes Hemd verwettet, dass der Herr Generalmusikdirektor von der Wiener Staatsoper nicht...
Denkbar weit spannt sich der programmatische und musikalische Bogen beim diesjährigen Festival-Sommer der Santa Fe Opera. Die Schauplätze der drei hier besprochenen Produktionen reichen vom Paris der 1920er-Jahre über ein Konzentrationslager am Ende des Zweiten Weltkriegs bis hin zum Privatleben des chinesischen Staatsmannes Sun Yat-Sen und der zeitlosen...
