Anregend, ausgewogen, aufregend
Aufnahmen im Mehrkanalton-Verfahren tendieren oft zu einer gewissen Weichzeichnung. Der Klang ist räumlicher, aber oft auch weniger scharf konturiert. Man mag das bedauern, doch dem «Parsifal», der im Dezember 2010 mit den Philharmonikern des Niederländischen Rundfunks unter Jaap van Zweden anlässlich einer konzertanten Aufführung in Amsterdam mitgeschnitten wurde, kommt das zugute. Die Aufnahme liegt nun auf vier SACDs vor. Die von Wagner für das Bayreuther Festspielhaus konzipierten Klangfarben kommen, nicht zuletzt dank der hochauflösenden Technik, bestens zur Geltung.
Das Orchester soll ja nicht in unendlich ausdifferenzierte Einzelstimmen zerfallen, sondern neue, unerhörte Abtönungen und Mischklänge hervorbringen. Davon zeugt dieses audiophile Dokument in hohem Maße, vor allem im Zusammenspiel von Orchester und Sängerstimmen. Van Zwedens Dirigat ist nicht spektakulär, gerade deshalb beeindruckt es. Kein falsches Pathos, keine übertriebene Weihe. So bleibt er knapp über vier Stunden Spielzeit. Ähnlich wie Valery Gergiev in der zuletzt erschienenen «Parsifal»-Produktion (siehe OW 12/2010) vertraut van Zweden auf einen eher weichen Orchesterklang. Dafür gelingen das Gleißen, die ...
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Opernwelt September/Oktober 2011
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Seite 48
von Christoph Vratz
«Alles steht und fällt mit der Medea» – eine Binsenweisheit für jede Aufführung von Euripides’ Tragödie. Sie gilt natürlich auch für Luigi Cherubinis gleichnamige Oper von 1797. Francesca Zambello, Intendantin des Glimmerglass Festivals, traf eine glänzende Wahl, indem sie mit Alexandra Deshorties eine bemerkenswerte Sängerdarstellerin engagierte. Die Stimme der...
ARTE
1./7./13./19.9. – 6.00 Uhr
Beethoven: Hammerklaviersonate.
Verbier Festival 2008. Jean-Frédéric Neuburger.
2./8.9. – 6.00 Uhr
Annette Dasch und die Gretchenfrage.
Konzert mit ausgewählten Arien aus dem Herkulessaal der Münchner Residenz. Münchner Rundfunkorchester, Marc Piollet.
4.9. – 6.00 Uhr
19.9. – 5.00 Uhr
Die nächste Generation.
Film von Mark Kidel über Alfred...
Würde man diese Oper spielen, hätte sie nicht ein gewisser Franz Liszt komponiert? Unwahrscheinlich. Obwohl «Don Sanche» durchaus Meriten hat. Das Werk wurde bislang dreimal inszeniert, zuletzt 1986 in Bayreuth zum 100. Todestag des Komponisten. Nun war «Don Sanche» anlässlich seines 200. Geburtstags, nach einer ersten Aufführung im ungarischen Miskolc, in der...
