Was kommt... Mai 2019

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Detlev Glanert
Ein leidenschaftlicher Leser war er immer. Ein Literaturliebhaber, der sich für Randständiges interessiert. Sonahm er sich für seine neue Oper eine kaum bekannte, unvollendete Novelle von Theodor Fontane vor – alsHommage zu dessen 200. Geburtstag: «Oceane». Die Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin wird von GMD Donald Runnicles und Robert Carsen (Regie) betreut

Anna Viebrock
Ihre Bühnenbilder und Kostüme prägen das Musiktheater unserer Zeit.

In Mannheim präsentiert die gebürtige Kölnerin nun ein eigenes Projekt: «House of Usher» nach Claude Debussy und Edgar Allan Poe

Philipp Stölzl
Er hat Musikvideos, Werbespots und Spielfilme inszeniert. Das sieht man seinen Regiearbeiten für die Oper an. Wie viel Kino verträgt die Bühne? Ein Gespräch mit dem Mann, der 2019 die Bregenzer Seebühne bespielt

Alain Altinoglu
Seit 2016 ist der Franzose Musikchef der Monnaie-Oper in Brüssel, wo er neben Verdi, Rimsky-Korsakow, Bartók und Poulenc auch gern mal Werke von Wagner dirigiert. Nach «Lohengrin» (2018) steht jetzt eine Neuproduktion von «Tristan und Isolde» an (szenische Konzeption: Ralf Pleger und Alexander Polzin). Zeit für ein Porträt

OPERNWELT 06/2019 ERSCHEINT AM ...

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Opernwelt Mai 2019
Rubrik: Service, Seite 80
von Red.

Weitere Beiträge
Work in progress

Dass im Musiktheater Alt auf Neu trifft, ist wahrlich keine neue Erfindung. Ob zuletzt in Saarbrücken, bei einer Medea-Symbiose von Werken Luigi Cherubinis und Iannis Xenakis’ (siehe OW 3/2019), oder in Brüssel mit der Wiedererweckung von Frankensteins Monster durch den amerikanischen Komponisten Mark Grey (siehe Seite 37) – überall begegnen uns auf den Bühnen...

Das zersplitterte Ich

Beim Schlendern durch Genuas Gassen stößt man irgendwann auf eine Gedenktafel, die besagt, dass in diesem Haus der französische Dichter Paul Valéry 1892 ein nächtliches Gewitter von apokalyptischem Ausmaß erlebte, welches ihn kathartisch veränderte, als Lyriker verstummen ließ. In «Die Nacht von Genua» hat er die Identitätskrise thematisiert: «Überall Gewitter....

Fluch der Idylle

Ein niedliches Dorf nistet zwischen grünen Hügeln, die Häuschen dicht an die Kirche geschmiegt. In Anthony McDonalds «Wer­ther»-Inszenierung sorgt der durchscheinende Prospekt im Portal vor jedem Aktbeginn für Kontext: ein Ort so wohlgeordnet, so hell und überschaubar, dass heimliche Liebe unmöglich ungesehen bleiben kann. In dieses Bild wird das Haus des Amtmanns...