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Opernwelt August 2006
Rubrik: CDs, Seite 60
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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Klarheit und Klamotte

Arnold Schönbergs Opus mag­num über das jüdische Volk, komponiert 1930/31, bevor der Komponist – selbst Jude – vor den Nationalsozialisten floh und nach Amerika emigrierte, ist das seltene Beispiel einer philosophischen, streng zwölftönig kom­ponierten Oper, die gleichwohl unmittelbar packen kann. Vorausgesetzt, das Konzept trifft nicht nur den Kern des Stücks, die...

Stille Suche nach Wahrhaftigkeit

Lorraine Hunt Lieberson war durch und durch Musikerin. Sie hatte Bratsche und Gesang studiert, spielte im Orchester, trat in einem Chor auf – und ergriff ihre Chance, als Peter Sellars 1985 einen Ses­to für seine legendäre Inszenierung von Händels «Giulio Cesa­re» suchte. Im «Opernwelt»-Interview, das wir im Sommer 1997 in Berlin führten (siehe OW 10/97), erinnerte...

Überflüssig

Wer Lohengrin war? Diese Frage lässt sich, mit Glauben an den Mythos, noch relativ leicht beantworten, zumal der edle Ritter von der Burg Monsalvat dies Geheimnis in seiner umfassenden Erzählung selbst dem Volke kundtut. Wer aber Lohengrin ist oder vielmehr, was er sein kann, was er für uns bedeutet, als Symbol oder als Metapher, das wiederum scheint eine weit...