Ideal für den Sommer
Ein Abend ohne Fußball. Auf den Rasenflächen des Bockenheimer Depots hoppeln Kaninchen. Dreischiffig wie eine Basilika liegt das alte Straßenbahndepot da. Ziegelmauern und eine filigrane, hölzerne Dachkonstruktion. Drinnen eine nach vorn abfallende Holzbühne. Darauf das verkleinerte hölzerne Skelett des Depots. Dahinter ein Sommerhimmel, weißblau (Ausstattung: Herbert Muraurer). Irgendwo zirpen Grillen. Das riecht nach Toskana, nach Lusthaus, nach gepflegtem Müßiggang. Und dann fährt es wie ein Blitz in den Saal.
Die ersten Takte der Musik, was einem da in die Ohren fährt, ist Mozart vom Feinsten. Julia Jones lässt das Frankfurter Museumsorchester mit Frische und Delikatesse spielen. Sie entdeckt in der Partitur Schönheiten und eine Qualität, die man in den Noten eines zwölfjährigen Schülers wirklich nicht erwartet hätte. Sicher, da gibt’s auch manch Konventionelles. Aber was der Knabe an psychologischer Differenziertheit in seine Musik legt, scheint für ein Kind unfassbar, bei einem Operettenstoff wie der auf Carlo Goldoni beruhenden «La finta semplice» unmöglich.
Eine italienische Sommergeschichte. Drei Geschwister leben zurückgezogen in einem Landhaus: der junge einfältige Don ...
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Es sollte der große Schlusspunkt der Intendanz Klaus Zeheleins werden. Aber wie im Falle der dem Streik im öffentlichen Dienst zum Opfer gefallenen szenischen Uraufführung von Gérard Pessons «Pastorale» (siehe OW 7/2006) lief auch die Premiere von Joseph Martin Kraus’ nachgelassener Oper «Aeneas in Karthago» szenisch auf Grund. Peter Konwitschny ließ die Arbeit in...
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