Russisches Musiktheater

Mussorgskys «Chowanschtschina» aus München, Schostakowitschs «Lady Macbeth» aus Florenz im DVD-Format

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Claudio Abbado und Alfred Kirchner haben 1989 in Wien den Nachweis erbracht, dass das schwer zugängliche Historiendrama «Chowanschtschina» ein dem viel gespielten «Boris Godunow» ebenbürtiges Werk ist. Seitdem haben sich einige größere westeuropäische Häuser an dem Stück versucht und sind zu ähnlichen Resultaten gelangt. «Chowanschtschina» stellt für den Dirigenten wie für den Regisseur eine große Herausforderung dar. Musikalisch ist die Oper ein Torso; der Klavierauszug endet vor dem Finale, zur Instrumentation hat Mussorgsky nur einige Skizzen hinterlassen.

Lange Zeit war die von Rimsky-Korsakow vollendete und bearbeitete Fassung für die Theater verbindlich. Abbado wählte in Wien die weniger glatte Version von Schostakowitsch und ergänzte sie durch das von Strawinsky instrumentierte Finale.

Kent Nagano, der «Chowanschtschina» in seiner ersten Spielzeit als GMD der Bayerischen Staatsoper auf den Spielplan setzte, folgte diesem Beispiel und brachte mit einer farbenreichen und nuancierten Auslegung der Partitur eine seiner bisher überzeugendsten Leistungen als Operndirigent.

Für den Regisseur stellt sich das Problem, eine Geschichte zu erzählen, die viel historisches Wissen ...

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Opernwelt Juli 2010
Rubrik: Medien/DVD, Seite 31
von Ekkehard Pluta

Vergriffen
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