Friedrich von Flotow zum 200. Geburtstag
Gäbe es so etwas wie eine Hitparade der klassischen Musik, Lyonels schmachtende Arie «Ach so fromm» mit dem berühmten Schlussseufzer «Martha, Martha, du entschwandest», dürfte sich nach wie vor auf den vorderen Plätzen behaupten, wenn sie auch mittlerweile in der italienischen Version, «M’apparì», die in keinem Recital südländischer Tenorstars fehlt, noch populärer ist. Doch mit der Wertschätzung des Komponisten Friedrich von Flotow, der vor zweihundert Jahren, am 27. April 1812 in Teutendorf (Sanitz) geboren wurde, ist es in seiner Heimat nicht mehr weit her.
Keine seiner restlichen 40 Opern ist mehr auf den Spielplänen anzutreffen, selbst das Zugpferd «Martha» wird fast nur noch an kleineren Theatern gespielt.
Flotow, der einem der ältesten Adelsgeschlechter Mecklenburgs entstammte, begann nach anfänglichem Widerstand der Familie mit sechzehn Jahren ein Musikstudium am Pariser Konservatorium, wo Anton Reicha und Johann Peter Pixis seine Lehrer waren. Nach seiner Ausbildung kam er in Kontakt mit den Koryphäen des Pariser Musiklebens (Adam, Auber, Meyerbeer und Rossini) und fand Einlass in die führenden gesellschaftlichen Zirkel der Metropole. Seine ersten Opernversuche wurden auf ...
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Opernwelt April 2012
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Ekkehard Pluta
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