Gefrorene Musik

Oper, Konzert, Ballett: In Kansas City baut der kanadisch-israelische Architekt Moshe Safdie ein neues Zentrum für die Künste

Opernwelt - Logo

Die meisten amerikanischen Innenstädte umgibt ein Ring aus undefinierbaren Lagerhäusern, Autobahnauffahrten und heruntergewirtschafteten Gebäuden. Das ist auch in Kansas City so. Genau in diesem Milieu entsteht derzeit jedoch eines der aufregendsten und ambitioniertesten neuen Opernhäuser der Vereinigten Staaten.
Das neue «Metropolitan Kansas City Performing Arts Center» liegt auf einem kleinen Hügel mit Blick auf die Wolkenkratzer der Innenstadt in der einen und die endlosen Weiten der Prärie des Mittelwestens in der anderen Richtung.

Das mehr als 300 Millionen Dollar teure Opernhaus wurde von dem berühmten kanadisch-israelischen Architekten Moshe Safdie entworfen, der heute sein Büro von Boston aus leitet.
Safdie gab seinem Neubau eine markante Kontur, die gute Chancen hat, zum neuen Wahrzeichen der Stadt zu werden. Mit 36 000 Quadratmetern Fläche bietet das Zentrum neben dem Opernhaus auch Platz für die Kansas City Symphony und das örtliche Ballett, jeweils mit eigener Bühne. Das Opernhaus wird mit 2200 Sitzen das größte Auditorium, die Konzerthalle nebenan mit 1800 Plätzen allerdings nur wenig kleiner ausfallen. Beide Säle sind auf ein gemeinsames gläsernes Foyer ausgerichtet ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juni 2009
Rubrik: Magazin, Seite 64
von Ulf Meyer

Vergriffen
Weitere Beiträge
Optimismus gegen die Krise

Das größte Problem blieb draußen vor der Tür: Allen Hoffnungen, dass der Umgang mit den Folgen der globalen Finanzkrise irgendwie auf der Tagesordnung des diesjährigen European Opera Forum stehen könnte, erteilte Cheforganisator Nicholas Payne schon bei der Eröffnungsveranstaltung eine Absage. Die Auswirkungen des Börsen-Crashs auf das Musiktheater würden...

Viel falscher Pelz

Bei der Wahl seiner Gastsänger hatte das Würzburger Theater eine glückliche Hand. Der aus Irland stammende Paul McNamara lieferte ein überzeugendes Rollendebüt als Tannhäuser. Zu Recht gefeiert wurden bei der Premiere auch Heiko Trinsinger als ein Wolfram mit Gesangskultur und Durchschlagskraft, Stephan Klemm als souveräner Landgraf (er hat hörbar an Volumen und...

Protokoll eines Lebenskampfes

Als sich Benjamin Britten Ende der 1960er Jahre mit der Vertonung von Thomas Manns «Tod in Venedig» zu beschäftigen begann, stellte er sich einer Herausforderung, die er sein ganzes Leben über gescheut hatte. «Ich bin so mutig, das Beste zu machen, was ich jemals geschaffen habe», äußerte sich der zu diesem Zeitpunkt schon schwerkranke Komponist – ein Mut, der sich...