Sommerfrische
Lokaltermin Buxton: ein Städtchen in der Grafschaft Derbyshire im Nordwesten Englands, historischer Kurort im Stil der bekannteren Bäder Bath oder Cheltenham, mit zahlreichen Häusern aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert. Rühmt sich überdies seit 1979 eines Musikfestivals – sowie eines stilechten Edwardianischen Opernhauses, das 1903 von dem Theaterarchitekten Frank Matcham erbaut wurde, jenem Mann, von dem auch das Londoner Coliseum stammt, die Heimstatt der English National Opera.
Ein idealer Flecken also für eine Sommerfrische, auch wenn heutzutage kaum noch jemand der Heilquelle wegen anreist. Immerhin: «Buxton Water» kann man hier nach wie vor kaufen. In Plastikflaschen abgefüllt.
In besseren Zeiten konnte sich Buxton drei eigene Produktionen leisten, die alternierend im Repertoirebetrieb des Opernhauses gespielt wurden, mithilfe von Reisekompanien – etwa der English Touring Opera oder The Opera Group – brachte man es auf insgesamt sechs oder sieben Stücke, die über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen aufgeführt wurden. Heute stemmt man in Buxton immerhin noch zwei abendfüllende szenische Produktionen: In diesem Sommer standen Dvoráks «The Jacobin» (in englischer ...
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Magazin, Seite 102
von George Hall (Aus dem Englischen von Marc Staudacher)
Zwei Autostunden nördlich von New York City, am Hudson River gelegen, findet seit 25 Jahren eines der wichtigen nordamerikanischen Sommer-Musikfestivals statt. An zwei Wochenenden widmet sich am Bard College das American Symphony Orchestra unter der Leitung von College-Präsident Leon Botstein den Werken ausgesuchter Komponisten, flankiert von Vorträgen, Symposien...
Was du ererbt von deinen Vätern hast», heißt es in Goethes «Faust», «erwirb es, um es zu besitzen.» Hat man sich das bei der EMI vor Augen gehalten, als es um die Künstlerin ging, deren Erbe wohl mehr Zinsen abgeworfen hat als das von irgendjemand sonst und das jahrzehntelang vom Marketing mit dem absurden Allerlei von «Best of»-Kompilationen geschändet wurde?
«Ca...
Die Lage hat sich weiter zugespitzt. Konfrontiert mit wachsenden Defiziten der New Yorker Metropolitan Opera, nahm sich Intendant Peter Gelb vor, die Personalkosten drastisch zu senken – und forderte von den Mitarbeitern einen Lohnverzicht in Höhe von 16 Prozent (siehe OW 6/2014). Die Musiker hingegen werfen Gelb vor, das Geld für teure, aber schlecht laufende...
