Apropos... Bregenz
Frau Sobotka, die Bregenzer Festspiele standen immer unter einem Motto. Sie verzichten jetzt darauf. Warum?
Weil das die Gestaltungsmöglichkeiten einengt. Ich möchte die Entwicklung des Programms offen halten. Wichtiger als Konzepte oder thematische Leitmotive sind für mich Gespräche mit Künstlern und die Auseinandersetzung mit Stücken.
Stefan Herheim wird im Festspielhaus Offenbachs «Hoffmann» inszenieren. Für ihn geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.
Haben Sie ihm zuliebe entschieden, die nicht gerade unterbelichteten «Erzählungen» in Ihrer ersten Bregenzer Saison zu zeigen?
Ich kenne und schätze Stefan Herheim seit vielen Jahren, wollte ihn unbedingt nach Bregenz holen. Ich weiß, was ihn umtreibt und welche persönliche Bedeutung gerade dieses unfertige Stück für ihn hat. Jetzt kann er «Hoffmann» endlich auf die Bühne bringen. Und ich bin froh, dass er damit sein Bregenz-Debüt gibt. Besonders freut mich, dass die Produktion später auch noch in Köln (Herbst 2015) und in Kopenhagen (2017) zu sehen ist.
Sie kooperieren auch mit der Oper Frankfurt, von der Sie Peter Eötvös’ «Goldenen Drachen» übernommen haben. Und mit der Berliner Staatsoper. Von dort kommen die jungen ...
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Opernwelt Juli 2015
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Albrecht Thiemann
Alle benutzen die griffige Abkürzung: ENOA. Das steht für «European Network of Opera Academies». Zusammengeschlossen hat man sich, um zwei Ziele zu verfolgen: Jungen Sängern, Regisseuren, Komponisten, Dirigenten und Orchestermusikern will man ein internationales Podium bieten; außerdem die Diskussion um die Zukunft der Gattung befördern. Vor allem aber ist ENOA...
Es ist noch gar nicht lange her, da blamierte sich Stéphane Lissner, als er in einem TV-Quiz Arien identifizieren sollte und vier von fünf nicht erkannte. Das YouTube-Video wurde flugs in der gesamten Szene herumgereicht, und so mancher Opernfreund zeigte sich, gelinde gesagt, überrascht. Wie bitte? Der einstige Chef der Scala, jetzt Intendant der Pariser Opéra...
Jubilare
Peter Schreier kam 1935 als Sohn eines Kantors und Lehrers in Meißen zur Welt. Als Mitglied des Dresdner Kreuzchores wurden ihm bereits früh Alt-Solopartien übertragen. Nach dem Stimmbruch begann er, sich die Tenorpartien in Bachs Passionen und Kantaten zu erobern, mit denen sein Name bis heute verbunden ist. Nach dem Abitur studierte er an der Dresdner...
