Nicolai Gedda
Eigentlich wollte er kein Interview mehr geben. Aber dann hat Nicolai Gedda für uns eine Ausnahme gemacht. Vielleicht, weil er sich an die Begegnungen mit «Opernwelt»
erinnerte. An die vielen Treffen mit dem damaligen Chefredakteur Imre Fabian. An das Jahrbuch «Oper 1988», in dem die Gespräche dokumentiert sind. Zu dieser Zeit war der polyglotte, aus Schweden stammende Tenor, der 1952 als Dmitri in der legendären «Boris Godunow»-Aufnahme der EMI erstmals Furore machte, noch aktiv. Erst dreizehn Jahre später trat Nicolai Gedda von der Bühne ab.
Nun haben wir den inzwischen 89-Jährigen noch einmal besucht. In seinem Haus am Genfer See, wo er zurückgezogen mit seiner Frau lebt.
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Opernwelt Jahrbuch 2014
Rubrik: Interview, Seite 60
von
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Er war nicht der Einzige, der das tradierte Regelwerk der Opera seria in Frage stellte. Und er war auch nicht der Erste, der Anstoß nahm an einer erstarrten Opernpraxis, die nur noch Anlässe für virtuosen Ziergesang zu suchen schien. Schon gar nicht hat Christoph Willibald Gluck, vor 300 Jahren, am 2. Juli 1714, im oberpfälzischen Erasbach geboren, die Oper neu...
«Weltrang». Ein Wort, das dem Staatsintendanten leicht und oft über die Lippen geht. Nikolaus Bachler liebt den Superlativ. Vor allem, wenn er über die Bayerische Staatsoper spricht. Dass das Nationaltheater in München Deutschlands erste Opernadresse ist, steht für den seit 2008 amtierenden Hausherrn außer Zweifel. Und er lässt kaum eine Gelegenheit ungenutzt, um...
