Kooperation oder Okkupation?
Die europäische Aristokratie war die Geburtshelferin der Oper. Ohne Fürsten und Könige, die Operntheater errichteten und Aufführungen finanzierten, hätte die Gattung wohl kaum jenen Aufschwung genommen, der ihr im 17. und 18. Jahrhundert zuteil wurde. Jeder Fürst, der etwas auf sich hielt, hatte sein eigenes Theater, in dem natürlich auch Oper gespielt wurde. Dass die Förderer der Künste damit zudem die Aufmerksamkeit auf sich selbst steigerten, war eine wichtige, für manche sogar die wichtigste Motivation.
Seit jeher übt Oper, die pompöseste aller Kunstformen, eine besondere Anziehung auf jene Förderer aus, die mit ihren Zuwendungen auch die eigene Sache ins rechte Rampenlicht rücken wollen. Das war im Barockzeitalter so, und das ist auch heute noch so: Je mehr die öffentliche Hand die Mittel für die Operntheater in Deutschland zurückfährt, desto stärker sind Sponsoren gefragt, die helfen, Finanzierungslücken zu schließen. Und die Sponsoren erwarten für ihre Mildtätigkeit natürlich Gegenleistungen – in Form von Publicity.
Um das Fünffache habe die Bayerische Staatsoper in München ihre Sponsoringeinnahmen in den vergangenen vier Jahren steigern können, vermeldet das Theater ...
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Frau Rosenberg, als Sie 2001 als Intendantin in San Francisco antraten, hatten Sie hoch gesteckte Ziele und wollten das Publikum sowohl mit einer Menge dort unbekannter Musik als auch mit Regietheater europäischer Prägung konfrontieren. Wie viel davon konnten Sie verwirklichen?
Ich denke, ich habe etwa die Hälfte von dem erreicht, was ich wollte. Ich habe, milde...
Nach dem Festival kamen die Abrissbagger. Das Theatre Royal, das fünfundfünfzig Jahre lang das Opernfestival von Wexford beherbergt hatte, ist nicht mehr. Für das Festival selbst und für das irische Opernleben insgesamt sollen jedoch große Zeiten anbrechen: Anstelle des ausgedienten alten Theaters wird ein neues, modernes Opernhaus gebaut, das erste seiner Art...
Da streiten sich zwei Männer um eine Frau, nicht etwa, um sie zu gewinnen, sondern um sie loszuwerden. Denn die Frau ist die widerspenstige, herrschsüchtige Rita, Schankwirtin, respektive – in der Lausanner Inszenierung – Inhaberin einer zwielichtigen Strandbar. Sie hat den trotteligen Peppe geheiratet, nachdem ihr erster Ehemann, der Seemann Gasparo, für...
