Bilder einer Ausstellung
Bayreuth
Ein «Lohengrin» im Prospekttheater-Look, ein Kinder-«Ring» im Schnelldurchgang, «Die Meistersinger» retuschiert, «Die Walküre» für Plácido Domingo ausgekoppelt und eine Uraufführung – Impressionen vom zehnten Bayreuther Festspielsommer unter Katharina Wagner. Die nächsten Premieren: «Tannhäuser», dirigiert von Valery Gergiev und inszeniert von Tobias Kratzer (2019), sowie ein bei Feridun Zaimoglu und Günter Senkel bestelltes Stück zum 150. Geburtstag von Siegfried Wagner (2019).
Der neue «Ring» im Festspielhaus ist für 2020 geplant, Regie soll, so raunen die Auguren, Tatjana Gürbaca führen
Es braut sich was zusammen. Unter schwerem Sturmgewölk liegt Brabant. Die Sonne, unsichtbar. Sie muss irgendwo links oben stehen. Drei Strahlen führen von dort nach rechts unten, zu jenem Punkt, von dem Lohengrin, dieser rätselhafte Pfundskerl, am Ende die Heimreise zu Papa Parsifal und dem Gral antreten wird. Sie streifen ein Trafohäuschen mit Isolatoren und Starkstromkabeln.
Aber was heißt hier Häuschen? Wie eine sakrale Stätte schimmert der Elektroturm mit seiner von Blitzen durchzogenen Rosette und jenen weiß lackierten Tarnkappenschwingen, die sich strahlend auf dem Dach ...
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Opernwelt September/Oktober 2018
Rubrik: Im Focus, Seite 14
von Albrecht Thiemann
Der Brief, den Sergej Rachmaninow im Oktober 1908 aus Dresden an den Regisseur Konstantin Stanislawski schrieb und als Klavierlied vertonte, damit Fjodor Schaljapin ihn vorsingen konnte, wäre für manchen Interpreten vielleicht Anlass zur vokalen Augenzwinkerei, zu reflexhafter Ironie gewesen. Doch der Bariton Jacques Imbrailo trägt ihn auf seiner neuesten CD so...
Schön, Dich in Topform zu sehen, Simon.
Was glaubst Du, wie dankbar ich bin. Ich glaube, ich brauchte einfach mal ein Sabbatical ... ein Jahr Auszeit. Meine Kinder sind noch jung; wenn ich nicht der typische Schattenpapa sein will, müssen wir zusammen ein paar Abenteuer erleben. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn es dazu nicht erst eines Stimmproblems bedurft...
Manchmal fügen sich die Dinge am besten aus der Not heraus. Eigentlich sollte in der Salzburger Hofstallgasse wieder die «Aida» Einzug halten – in der feierlichen Schreit-, Sitz- und Steh-Anmutung, die Shirin Neshat Verdis Kassenhit vor einem Jahr verpasste, und mit jener marktbeherrschenden Diva, die 2017 im Großen Festspielhaus zum ersten Mal die äthiopische...
