Zu neuen Ufern

Die Ludwigsburger Schlossfestspiele im Umbruch – ein Rückblick auf die Saison 2005 und ein Gespräch mit Intendant Wulf Konold

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Der große Aufbruch war es noch nicht. Aber das war nach zweiunddreißig am Ende nur noch quälend langen Jahren seines Vorgängers auch nicht zu erwarten. Wulf Konold, der die Ludwigsburger Festspiele seit diesem Jahr als Nachfolger des höchst widerstrebend gegangenen Wolfgang Gönnenwein leitet, beließ zunächst einmal vieles beim Alten – angesichts der kurzen Vorlaufzeit das einzig Vernünftige.

Eine wichtige Entscheidung hat er allerdings sofort getroffen und damit die Weichen für eine neue Ausrichtung der eigenen Ensembles von Chor und Orchester gestellt, indem er Michael Hofstetter zum Chefdirigenten ernannte. Hofstetter, der bei manchem seiner jüngsten Auftritte an den Staats­opern­pulten in Hamburg und München nicht eben Fortune hatte, gehört zu jenen Dirigenten der jüngeren Genera­tion, die sich für authentische Auffüh­rungspraxis auch bei Musik der Klassik und Romantik engagieren. Dies stellte er gleich bei seinem Einstand mit Auffüh­rungen von Haydns «Schöpfung», Beet­hovens Neun­ter Symphonie und Berlioz’ «Grand Messe des Morts» programmatisch unter Beweis.
Ludwigsburg verfügt über zwei Räume – das historische Schlosstheater, eine wegen seines geringen Fassungsvermögens schwer ...

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Opernwelt November 2005
Rubrik: Im Focus, Seite 8
von Uwe Schweikert

Vergriffen
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