À la Française

Stella Doufexis singt Lieder von Berlioz, Chausson, Debussy und Ravel

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Die Interpretation des französischen Kunstlieds, der mélodie, gehört zu den größten Herausforderungen im Reich des Gesangs. Die diffizile Deklamation des Französischen mit seiner fließenden Ebenmäßigkeit, den heiklen liaisons zwischen zwei Worten und den nuancierten Vokalen macht es vor allem Ausländern schwer. Dennoch waren es von Mary Garden, Debussys erster Mélisande, über Maggie Teyte bis hin zu Felicity Lott immer wieder Nicht-Muttersprachler, die sich als große Interpretinnen der mélodie profilierten. Zu ihnen gesellt sich jetzt Stella Doufexis.

Die deutsch-griechische Mezzosopranistin legt gleich zwei neue CDs vor – eine Auswahl mit Liedern Claude Debussys sowie eine Aufnahme der drei bedeutenden französischen Orchesterliederzyklen, Hec­tor Berlioz’ «Les Nuits d’été», Ernest Chaussons «Poème de l’amour et de la mer» und Maurice Ravels «Shéhérazade» –, die ihren interpretatorischen Ausnahmerang in diesem Repertoire eindrücklich unter Beweis stellen.

Besonders gelungen ist die Debussy-Auswahl, die von den frühesten Versuchen des gerade 18-Jährigen («Nuits d’étoiles», «Fleur des blés») bis zu den späten Liedern auf Texte des barocken Manieristen Tristan L’Hermite («Le Promenoir ...

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Opernwelt April 2013
Rubrik: CD des Monats, Seite 23
von Uwe Schweikert

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