Wer war's? War er's?

Eggert: M – Eine Stadt sucht einen Mörder
Berlin | Komische Oper

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Einen ganz neuen, überraschenden Surround-Sound hatte Moritz Eggert versprochen. Einen Klang, der dank überall im Raum aufgestellter Boxen die Zuhörer umhüllen sollte. Im zweiten Rang der Komischen Oper ist davon am Premierenabend nichts zu spüren. Was die Mikrofone vom Orchester und von den Stimmen einfangen, schallt aus der großen Lautsprecherbatterie, die über der Bühne hängt, frontal in den Saal. So wie das auch bei Musicalaufführungen üblich ist.

Eggert komponiert bewusst populär, er will dem Publikum entgegenkommen.

Darum erweitert er die klassische Orchesterbesetzung um E-Gitarre, E-Bass, Saxofon, Akkordeon und vier Keyboards, setzt außerdem einen wortlos singenden Chor in den Graben sowie zwei Solisten (Alma Sadé und Tansel Akzeybek). Was Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis mit fliegenden Händen koordiniert, klingt mal nach Songs von Kurt Weill, mal nach Disco aus den 1980er-Jahren, mal nach Filmmusik mit Bläserbombast, dann wieder nach Atmo-Klangteppich. Das hält die Geschichte zwar in der Schwebe zwischen Einst und Jetzt, bleibt künstlerisch aber letztlich so unentschieden wie der Abend selbst.

Zusammen mit seinem Chefdramaturgen Ulrich Lenz hat Intendant Barrie Kosky ...

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Opernwelt Juni 2019
Rubrik: Panorama, Seite 36
von Frederik Hanssen

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