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Die Göteborger Symphoniker und Peter Eötvös

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Ein zerstreuter Flaneur könnte es glatt übersehen, das Konserthus am ­Götaplatsen. Wie das vis-à-vis gelegene Stadsteater kauert der Bau im Schatten des stirnseitig auf einem Plateau thronenden Konstmuseums. Die Vorzüge des von dem schwedischen Architekten Nils Einar Eriksson entworfenen, 1935 eröffneten Quaders finden sich im Inneren. Alles kündet hier von einer Philosophie nüchterner Eleganz. Schon die luftige, zweckmäßig schlichte Zugangs- und Garderobenhalle im Parterre setzt den Ton.

Die sich hinten in weiten Halbbögen zum Foyer aufschwingenden Treppen bringen dezente ­Dynamik in den Raum. Über sie erreicht man einen breiten Wandelgang, der das Herzstück des Ganzen umläuft: den Stora Salen. Dieser große Saal, komplett mit Holz verkleidet, bietet eine exzellente Akustik: Sind die 1250 Plätze voll besetzt, liegt die Nachhallzeit zwischen optimalen 1,7 und 1,9 Sekunden. Kein Zufall, dass das Göteborger Konserthus auch als Aufnahmestudio dient. Und erst recht kein Wunder, dass es Stammsitz der Göteborger Symphoniker ist.

Außerhalb Schwedens hat vor allem Neeme Järvi den 1905 gegründeten Klangkörper bekannt gemacht. Seine Zeit als Musikdirektor (1982-2004) nutzte der estnische ...

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Opernwelt Juni 2016
Rubrik: Magazin, Seite 83
von Albrecht Thiemann

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