Mensch, Masse und Marionetten

Zimmermanns «Soldaten», Liszt-Paraphrasen und eine Rubens-Hommage bei der RuhrTriennale

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Ernährungsphysiologisch ist Brat­wurst mit Pommes ja ohnehin eine Katastrophe (obwohl Katas­trophen bekanntlich ganze Volksstämme zusammenschwei­ßen). Aber nach dem letzten «Spiegel»-Interview dürfte sich Jürgen Flimm einmal mehr überlegen, ob er zum Grundnahrungsmittel des Ruhrpotts greift oder nicht unverfänglich zum weltmännischen Lachshäppchen bei der Sponsorenparty der RuhrTriennale.

Im Sommer nämlich hat er den Fehler begangen, die Prominentenklatschbase Benjamin von Stuckrad-Barre in seine Stamm-Imbiss­bude mitzunehmen, den legendären «Profi-Grill» unweit der Jahrhunderthalle in Bochum-Stahlhausen. Und wäh­rend Flimm seinen Gast in den szene­typischen Dunst «aus den Zutaten Toilette, Grill und nasser Regenkleidung» führte, um gastronomische Volksverbundenheit zu demonstrieren, machte sich der ewig junge Benjamin nur lustig über die fünfund­sechzigjährige «Betriebsnudel» Flimm und sein «umfassendes Begeisterungswerk […] als Intendant, Aufreißer, Zuhälter, Skandalanzettler, Motivator».
Flimm und die Wurst. Das ist, wie selbst Stuckrad-Barre ein bisschen neidvoll durchblicken ließ, keine Clownerie à la Helge Schneider, sondern handfestes Marketing für die RuhrTriennale. Will ...

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Opernwelt November 2006
Rubrik: Im Focus, Seite 18
von Michael Struck-Schloen

Vergriffen
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