Jugendlicher Debussy, verführerischer Strauss

Christiane Oelze, Teodora Gheorghiu und Julie Fuchs widmen sich dem Liedschaffen um 1900

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«In jedem Gedicht findet er den für ihn entscheidenden Dreh- und Angelpunkt, entwickelt einen zutiefst originellen Gedanken, und schon ist der (manchmal durchaus banale) poetische Gehalt pointiert, überhöht und in die Stratosphäre katapultiert.

» Treffende Worte des Liedbegleiters Eric Schneider im CD-Begleitheft, der Christiane Oelze in diesem Querschnitt durch das reiche Liedschaffen von Strauss mit prachtvoll farbenreichem Klavierspiel unterstützt, wobei er sogar das Kunststück schafft, in den «Vier letzten Liedern», die die Auswahl beschließen, das Fehlen der Orchesterpalette beinahe vergessen zu machen. Die beiden Interpreten harmonieren aufs Schönste, somit stellt sich beim Anhören dieser CD schnell jenes ominöse Strauss-Feeling ein, das einen auch bei seinen Bühnenwerken überkommt – man kann sich dem Sog seiner Musik nicht entziehen. Christiane Oelze hat die richtige Stimme dazu: groß im Ausdruck, strahlend und nie hart in der Höhe, souverän in der Gestaltung sowohl der weit ausschwingenden Melodiebögen als auch der einschmeichelnden Kleinfigurationen. Manche Lieder hätten vielleicht noch etwas mehr von jenen intimen Farbabstufungen ertragen, wie sie der lyrischen Gattung des ...

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Opernwelt August 2013
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 33
von Max Nyffeler

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