Sterben an der Liebe
Die 1910 uraufgeführte heroische Komödie «Don Quichotte» ist zwar nicht Jules Massenets letzte Oper, aber wie Verdis «Falstaff» ein künstlerisches Testament. Elisabeth Stöppler, die in Gelsenkirchen mit einem viel beachteten Britten-Zyklus und zuletzt mit einer verstörend faszinierenden Sicht auf Dvoráks «Rusalka» Aufsehen erregte, hat Massenets Weltabschiedswerk jetzt am Musiktheater im Revier als eine Oper über den Tod, als Rückblick eines Träumers inszeniert, der durch die Liebe gleichzeitig lebt und stirbt.
Wenn der Vorhang aufgeht, sehen wir Quichotte in seiner Bibliothek sitzen und, noch vor der Ouvertüre, begeistert jenes Cello-Solo spielen, das später das Intermezzo vor dem Schlussakt einleitet – Motto eines Abends, in dessen Verlauf der alternde Sonderling sich seines Lebens erinnert, den wir zugleich aber auch als eine Huldigung an die transzendierende Kraft der Kunst und der Ideale verstehen dürfen.
Piero Vinciguerra hat ein mehrstöckiges Apartmenthaus auf die Drehbühne gesetzt, das mit Treppe, Toilette, Nasszelle, Küchenzeile, Wohn- und Schlafzimmer immer andere Räume öffnet. Dort haust Don Quichotte, dort lässt er sein Leben Revue passieren, wobei ihm Illusion und ...
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Opernwelt Februar 2014
Rubrik: Panorama, Seite 39
von Uwe Schweikert
Wer allein die Musik dieses wahnwitzigen Stücks hört, diese priapistische Dauerspannung, diesen «Strawinsky auf Koks», blech- und perkussionsgesättigt, von elektrisierender, großstädtischer, aber auch leerlaufender Betriebsamkeit – wer also nur die tönende Energetik von Prokofjews «Spieler» wahrnimmt, erfährt schon viel von der Gesellschaft im Petrograd des Jahres...
ML = Musikalische Leitung
I = Inszenierung
B = Bühnenbild
K = Kostüme
C = Chor
S = Solisten
P = Premiere
AP = A-Premiere
BP = B-Premiere
UA = Uraufführung
WA = Wiederaufnahme
Deutschland
Aachen
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www.theater-aachen.de
– Der Barbier von Sevilla: 1.
– Verdi, Don Carlo: 9. (P), 15., 23.2.; 8., 16., 21., 23., 29.3.; 11., 19., 26.4.;...
Die 1766 errichtete St. Paul’s Chapel – Manhattans ältestes durchgängig genutztes Gebäude – überlebte die von den Briten gelegten Brände der Revolutionszeit um 1776 ebenso wie die Anschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center, dessen Türme nur wenige Straßenecken entfernt in sich zusammenfielen. Ein Wahrzeichen der Wiedergeburt, eignet sich St. Paul’s...
