Akzentuiert und ausgewogen
«Ich versuche, bereits bei den ersten Proben die Partitur so verständlich zu machen, dass die Musiker – und durch sie auch die Zuhörer – alle Details hören können, die zu dem Werk gehören. Deswegen arbeite ich mit dem Orchester immer sehr ausführlich an der Artikulation und der Balance zwischen den einzelnen Instrumentengruppen.» So antwortete Simone Young kürzlich in einem Interview auf die Frage, wie wichtig ihr die Transparenz des Orchesterklangs sei.
Als Young im September 2005 an der Hamburgischen Staatsoper ihren Einstand gab (siehe OW 11/2005), hatte sie sich für Hindemiths «Mathis der Maler» entschieden und damit nicht nur ihre Visitenkarte vorgelegt, sondern gleichzeitig eine programmatische Marschroute angedeutet. Der Künstler rückt in den Mittepunkt und fragt sich: «Ist, dass du schaffst und bildest genug?»
Dank der guten Drähte, die zwischen der Dirigentin und dem Label Oehms Classics bestehen, konnte dieses Opern-Debüt nun auf CD vorgelegt werden. Dass Young dabei allen größeren und kleineren Strichen der Partitur eine entschiedene Absage erteilt, macht das Ganze von vornherein sympathisch. Aber nicht nur die quellenkritische Herangehensweise, auch die musikalische ...
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Chefsache: Intendant Matthias Fontheim stellte sich in Mainz als Opernregisseur vor. Generalmusikdirektorin Catherine Rückwardt erfüllte sich, dem Orchester und dem Publikum mit Strauss' «Rosenkavalier» einen Wunsch. Ihre Mutter, die Sopranistin Judith Beckmann, zählte in den achtziger Jahren zu den gesuchten Interpretinnen der Marschallin. Es gibt also, wenn man...
Selbst sein Tod geriet zum Medienereignis. Nur wenige Stunden, nachdem Luciano Pavarotti in den Morgenstunden des 6. September einem Krebsleiden erlegen war, sendeten die Radioanstalten erste Nachrufe. Am Abend desselben Tages räumten die Hauptnachrichtensendungen der Kunde von seinem Tod einen Platz ein, wie er nur wenigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens...
Die Sklavin Liú hat sich geopfert, der Vorhang geht zu. Das Finale der Oper «Turandot» hat Puccini nicht mehr komponiert, der Krebs war schneller. Ping, Pang und Pong, die drei Minister aus Turandots Reich diskutieren am Orchestergraben. Auf Italienisch mit Übertiteln. Soll jetzt Schluss sein? Oder einer der Schlüsse gespielt werden, die Franco Alfano und Luciano...
