Aus dem Elysium

Venedig pflegt seine Stars aus der Barockzeit – mit alter und neuer Musik

Opernwelt - Logo

Monteverdi, Cavalli, Vivaldi, Galuppi, Goldoni – sie alle haben in der Serenis­sima gelebt und ihre Meisterwerke geschaffen. Kaum eine Stadt kann sich einer solchen Vielzahl von großen Namen der Musik- und Theaterwelt des Barock rühmen wie Venedig. Das Teatro «La Fenice» ist sich dieses außergewöhnlichen Erbes bewusst: In der letzten Saison gab es zum dreihundertsten Geburtstag von Galuppi die griechische Wettkampfoper «L‘Olimpiade», hervorragend interpretiert vom Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon.

Und trotz typisch italienischer Abonnenten, die in ihrem Opernhaus am liebsten ad nauseam das gängige Belcanto-Repertoire erleben wollen, stand außerdem eine überzeugende Wiederbelebung von Francesco Cavallis «Didone» mit Fabio Biondis ­«Europa Galante» auf dem Programm.
Der dreihundertste Geburtstag des venezianischen Komödien- und Librettodichters Goldoni war nun Anlass für ­einen Auftrag des «Fenice» an den vielseitigen Mailänder Komponisten Luca Mosca, einen Schüler Salvatore Sciarrinos, der mit «Signor Goldoni» seine siebte Oper vorlegte.
Fürs Libretto zeichnet Gianluigi Melega verantwortlich. Im Programmheft erklärt er, warum er seinen Text über einen italienischen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Dezember 2007
Rubrik: Magazin, Seite 29
von Birgit Pauls

Vergriffen
Weitere Beiträge
Stockhausen auf Youtube

Hier geht es ums Ganze. «Kunst ist das größte, menschlichste und erhabenste politische Spiel», so steht es auf dem Transparent, das Hans Sachs während des Vorspiels auf der karg ausgestatteten Bühne installiert. Der Spruch wirkt zwar plakativ und pauschal, aber hier, in einer schleichend ausdünnenden Kulturlandschaft, hat er seinen Sinn. Warum sollte man in Halle...

Potpourri

James MacMillans zweite Oper spielt mit dem Mythos, doch die Handlung ist in der nahen Zukunft angesiedelt, in einem Schottland oder Britannien, wo Gewalt die Gewalt regiert. Die Führer zweier verfeindeter Parteien wollen Frieden schließen. Eine Bedingung für den Deal: Sian, die Tochter des Generals, heiratet dessen langjährigen Rivalen Mal. Doch Sians früherer...

Bürger- und andere Kriege

Manchmal schreibt das Leben die schönsten Pointen. Als Philip Glass von David Gockley den Auftrag bekam, eine Oper über das Ende des amerikanischen Bürgerkriegs zu schreiben, ahnten beide wohl kaum, dass diese Chronik einer Kapitulation in einem War Memorial Opera House uraufgeführt werden würde. Der innovationsfreudige Gockley, der sich in seiner langen Zeit als...