Überraschungserfolg
Ambitionierter Doppelschlag am kleinen Theater Koblenz: Intendant Markus Dietze und Operndirektorin Gabriele Wiesmüller setzen mit «La Navarraise» und «Les Boulingrin» von Georges Aperghis (in deutscher Erstaufführung) hauseigene Reihen fort – die eine gilt Werken des in Deutschland nach wie vor unterbelichteten Jules Massenet (den Anfang machte man mit seinem «Don Quichotte» und «Werther»), die andere dem zeitgenössischen Musiktheater. Aber das ist auch schon alles, was diese beiden Stücke verbindet.
In «La Navarraise», einer «Episode lyrique» von 1894, verbindet Massenet veristische Drastik mit einer wirksamen Leitmotiv-Technik. Die Geschichte: Armes Mädchen liebt reichen Soldaten, dessen Vater eine hohe Mitgift fordert. Um diese aufzubringen, tötet Anita einen feindlichen General. Das Blutgeld macht sie reich – doch der dem militärischen Ehrenkodex verhaftete Geliebte verurteilt sie für die Tat, sie stirbt über der Enttäuschung. Starker Tobak für 45 Minuten Musik – der Stoff hätte gut und gern für eine abendfüllende Oper gereicht. Regisseur Matthias Schönfeldt interessiert sich in der weißen Tristesse einer Kaserne vor allem für die Leidensgeschichte der liebenden Frau. Das ...
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Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Panorama, Seite 35
von Claus Ambrosius
ARTE
1.1. – 7.00 Uhr
Silvesterkonzert 2007 aus Caracas.
Sinfónica de la Juventud Venezolana Simón Bolívar, Venezuelan Brass Ensemble, Alexis Cárdenas und Ensemble, Gustavo Dudamel.
1.1. – 9.45 Uhr
Opening Gala der Los Angeles Philharmonic.
Musikalische Leitung: Gustavo Dudamel. Solist: Herbie Hancock.
1.1. – 12.10 Uhr/18.25 Uhr
Das Neujahrskonzert 2012.
Live aus dem Teatro...
Herr Kwiecien, niemand hat Don Giovanni in den letzten Jahren an so vielen Opernhäusern gesungen wie Sie. Wissen Sie, wie oft?
Annähernd hundertmal, in rund zwanzig verschiedenen Produktionen. Will sagen: Der Don Giovanni ist nichts Neues mehr für mich.
Das klingt nach Routine.
Nun ja, wenn ich diese Partie in Paris, Bilbao oder München singe, mache ich zunächst mal...
Nina Stemme ist ohne Frage die beste dramatische Sopranistin unserer Zeit. Und sie sucht sich ihre Partien genau aus. Aida war, zwischen viel Wagner, eine Wunschpartie. Jetzt kommt die Minnie in «La fanciulla del West» hinzu. Und zwar in ihrer schwedischen Heimat. Christof Loy inszeniert.
Das Interesse an der Antike zieht sich durch die Operngeschichte. Nun hat...
