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Magdeburger Mischung: «Die Andere» – eine neue Kammeroper von Sidney Corbett und Christoph Hein; Georg Philipp Telemanns «Damon» als chargenhaft «scherzhaftes Singspiel»

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Karen Stone steht das Glück ins Gesicht geschrieben. Es hat funktioniert, das neue Stück, das Christoph Hein und Sidney Corbett für «ihr» Theater geschrieben haben. Über einen uralten Stoff, die ­Geschichte von Abraham, Sara und Hagar aus der Genesis, dem ersten Buch Mose. Die Uraufführung (am 18. März) im kleinen Schauspielhaus an der Otto-von-Guericke-Straße – ausverkauft.

Und das Publikum ist dran geblieben an der furchtbaren Mär vom Stammvater der drei monotheistischen ­Religionen, vom Auserwählten, der, um die Erbfolge zu sichern, auf Betreiben seiner unfruchtbaren Frau deren junge Sklavin vergewaltigt, die Fremde aus Ägypten. Von den ersten, aus dunkler Stille lento desolato anhebenden Tönen der Streicher, der Pauke und großen Trommel bis zum «eisig, geräuschhaft» grundierten Schlusswort: «Herr, ich danke dir, / dass du der alten Sara ein Kind noch schenkst. / Dass du die Ordnung schützt und deine Magd.»

Seit sieben Jahren leitet die Britin das Vier-Sparten-Haus in Magdeburg, der Hauptstadt eines Landes, das sich auf Werbeplakaten als «Land der Frühaufsteher» empfiehlt, mit aktuell 10,4 Prozent die dritthöchste Arbeitslosenquote der Bundesrepublik aufweist und gerade mit den ...

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Opernwelt Mai 2016
Rubrik: Magazin, Seite 80
von Albrecht Thiemann

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