Die Welt vor dem Untergang retten
Es ist einer der unvergesslichen Momente der Filmgeschichte: wie sich ganz am Ende von Lewis Milestones «Im Westen nichts Neues» (USA 1930) ein Arm der Hauptfigur weit aus dem Schützengraben reckt, um einen Schmetterling zu fassen – und der Held dabei erschossen wird.
Kenneth Branagh zitiert dieses Bild zu Beginn seiner Verfilmung von Mozarts «Zauberflöte» nicht ohne Grund bis in die Einstellung hinein genau, nur dass Tamino ein Vergissmeinnicht pflückt – und am Leben bleibt.
Der Schauspieler und (Shakespeare-)Filmregisseur – auf seiner Werkliste stehen unter anderem «Henry V.» (1989), «Viel Lärm um nichts» (1993), «Hamlet» (1996), «Verlor‘ne Liebesmüh‘» (2000), «Wie es euch gefällt» (2006) und der gerade in den deutschen Kinos angelaufene Thriller «Ein Mord für zwei» – erzählt «Die Zauberflöte» als Menschheitsdrama in einem imaginären Krieg zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bei dem Tamino nichts weniger als die Welt in letzter Sekunde vor dem Untergang retten muss.
Die «Blauhelme» Sarastros stehen den «Roten» der Königin der Nacht auf einem computergenerierten Schlachtfeld gegenüber, das Schützengräben durchziehen. Die Königin rauscht anfangs in Leder auf einem Panzer herein, lässt ...
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