Skurril, urgewaltig
Die Piazza Vittorio liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs, im größten multiethnischen Viertel Roms. Vor allem für ihren großen Markt ist sie bekannt, wo man Lebensmittel und Gewürze aus aller Welt bekommt. Seit 2002 trägt auch ein Orchester ihren Namen. Die Mitglieder stammen aus zehn verschiedenen Ländern, sprechen neun verschiedene Muttersprachen. Ihre musikalischen Wurzeln haben sie in der Klassik wie in Rock, Jazz und Weltmusik und ein entsprechendes Instrumentarium.
Ihre «Zauberflöte» wurde in Europa (unter anderem beim Festival in Aix-en-Provence und beim Mannheimer Mozartsommer) und in Bahrain mehr als 200-mal gespielt. Auch mit zwei eigenen Kreationen ist das Ensemble bereits hervorgetreten. Zur Spielzeiteröffnung der Accademia Filarmonica Romana hat das Orchestra di Piazza Vittorio jetzt seine neue Version von Georges Bizets «Carmen» vorgestellt.
Wie bei allen Produktionen spielen, tanzen und singen (akustisch verstärkt) die Musiker auch hier die Solopartien. Ensemblegründer Mario Tronco hat gemeinsam mit Pianist und Hauptarrangeur Leandro Piccioni die Handlung auf 90 Minuten gekürzt, dazu eine aktuelle Lesart des Stoffs gewählt und gleichzeitig das Problem gelöst, diese ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2015
Rubrik: Magazin, Seite 84
von Sabine Radermacher
Impressum
56. Jahrgang, Nr 12
Opernwelt wird herausgegeben von
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752284
Redaktion Opernwelt
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe
war der 06.11.2015
Redaktion
Wiebke Roloff
Albrecht Thiemann (V. i. S. d....
Schon in den frühen 50er-Jahren traten die Bühnenwerke Leo Falls ins Blickfeld diverser Rundfunkensembles. Damals entstanden Aufnahmen mit Orchestern aus Wien, Köln und München, heute verfügbar bei dem Label Line Music. Seit 2010 kümmert sich auch die Firma cpo um sein Œuvre. Zunächst erschienen Einspielungen von «Der fidele Bauer» und «Madame Pompadour» (Volksoper...
Im internen Ranking der Verdi-Opern nach Aufführungshäufigkeit steht «Macbeth» nicht ganz oben. Die letzte Neuproduktion der Wiener Staatsoper vor jener heiß umstrittenen durch Vera Nemirova im Dezember 2009 stammte aus dem Jahr 1982. Und jetzt, nach bloß sechs Jahren (und knappen fünf unter Dominique Meyer) bereits wieder eine Neuinszenierung. Warum? Weil die der...
