Es werde Licht

Installationen von rosalie bei den Donaueschinger Musiktagen und bei «Norma» in Saarbrücken

Opernwelt - Logo

Die Verbindung computergesteuerter Sounds mit Lichteffekten ist in der kommerzialisierten Technoszene gang und gäbe. Die klassische Konzertsituation, selbst der neuesten Musik, hält sich von solch grenzüberschreitender Wahrnehmung fern. Nicht körperbefreiende Ek­stase oder gar Trance, sondern rationale Versenkung ins Kunstwerk ist ihr Ziel.

Der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas und die Künstlerin rosalie haben in ihrem «Konzert für Licht und Orchester» mit dem Titel «Hyperion», das zum Abschluss der diesjährigen «Donaueschinger Musik­tage» uraufgeführt wurde, einen kühnen Versuch unternommen, Avantgardemusik und moderne Lichtinstalla­tion, Klänge und Farben, unabhängig voneinander und doch aufeinander bezogen zusammenzubringen.
Haas’ Partitur enthält neben den Instrumentalstimmen des in vier Gruppen geteilten Orchesters eine obligate Lichtstimme, die einerseits solistisch führt, andererseits den streng geregelten Ablauf des vierzigminütigen Werks wie ein Metronom bestimmt. In der Donau­eschinger Baar-Sporthalle waren die vier Orchestergruppen – massiv besetzte Strei­cher, drei Klaviere, Holz- und Blechbläser – einander gegenüber an den Seiten platziert, die Halle ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Dezember 2006
Rubrik: Magazin, Seite 24
von Uwe Schweikert

Vergriffen
Weitere Beiträge
Global Player

Tan Dun, am 21. Dezember kommt an der Metropolitan Opera in New York Ihre neue Oper, «The First Emperor», heraus. Sie haben dieses Werk im Auftrag der Met geschrieben. Wie kam es zu diesem Auftrag?
Ich glaube, dass ich die Entscheidung der Met, bei mir eine Oper zu bestellen, nicht zuletzt «Opernwelt» zu verdanken habe. «Marco Polo», meine erste Arbeit für die...

Herzenssache

Frau Heidenreich, Sie sind nicht nur eine leidenschaftliche Leserin belletristischer Literatur, Sie lieben auch die klassische Musik, zumal die Oper. Woher rührt diese Zuneigung?
Das kommt von meiner Mutter. Sie war sehr musikalisch und konnte jede Melodie nachsingen, die sie irgendwo gehört hatte. Und zwar, ohne je die Stimme geschult oder ein Instrument gelernt zu...

«Griselda» als Gesamtkunstwerk

Langes Drumherumreden nützt in diesem Fall nichts: Diese Einspielung von Vivaldis «Griselda» ist eine der brillantesten Opernaufnahmen seit langem. Eine Produktion, die den Hörer keine Sekunde lang entspannen lässt, die ihn vom Sessel aufscheucht und auf eine harte Stuhlkante zwingt; nur so wird er mitbekommen, was hier an musikalischer Dramatik, Spannung und...